09-Legende als Verbandstrainer verabschiedet

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Der westfälische Verbandschef Hermann Korfmacher und Fußballweltmeisterin Kerstin Stegemann verabschiedeten den Wattenscheider Helmut Horsch (Mitte) in den Ruhestand.
Mein Gott, wie die Zeit vergeht. 09-Legende Helmut Horsch wurde kürzlich nach 24 Jahren als Verbandstrainer in den Ruhestand verabschiedet.

Fußball-Weltmeisterin Kerstin Stegemann, die auch für ein Jahr das Trikot der SGW getragen hat, brachte es auf den Punkt: „Er ist ein ganz besonderer Mensch, ein ganz besonderer Trainer“. Und richtig fassen, dass er am 30. Dezember seinen letzten Arbeitstag hat, konnte es die Ex-Nationalspielerin und westfälische Ehrenspielführerin auch nicht. Dennoch war es soweit: Verbandssportlehrer Helmut Horsch, der im Oktober seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, wurde bei der Weihnachtsfeier des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen offiziell im Beisein des Präsidiums und der Kreisvorsitzenden verabschiedet.

Helmut Horsch war es, der 1989 nach dem ersten Europameistertitel der deutschen Fußballdamen in Kamen die Westfalen-Auswahl der Frauen aufbaute und seither über 2.000 (!) Trainerinnen und Trainer in Westfalen ausbildete. Kerstin Stegemann, Annike Krahn, Doris Fitschen, Silke Rottenberg und Silvia Neid, sie alle gingen durch seine Schule. Erst auf dem Platz als Auswahlspielerinnen und später beim Erwerb der C-Lizenz.

Schlosser, Pädagoge, Meistertrainer - sein beruflicher Werdegang ist außergewöhnlich, stets begleitet vom Fußball. Zunächst als Aktiver in der Regionalliga Süd-West beim TuS Neuendorf und der Rheinland-Auswahl. Sein sportlicher Weg führte den gebürtigen Westerwälder dann von Koblenz nach Wattenscheid in die 2. Liga, wo er 1979 seine aktive Laufbahn nach 161 Zweitligaspielen (22 Tore) beendete und als Cheftrainer die 2. Mannschaft des VfL Bochum übernahm. 1984/85 stand er eine Saison an der Seite von VfL-Legende Rolf Schafstall in der 1. Liga, um schließlich Preußen Münster als Cheftrainer zu übernehmen. Als „Meistertrainer“ ging er in die Geschichte der Adlerträger ein und wechselte dann 1989 zum Verband und führte die Frauen und Herren zu zahlreichen Länderpokalsiegen.

Ein „herber Verlust für den Verband“, betonte Verbandssportlehrerin Kathrin Peter. Er geht aber nicht so ganz, will sich auch künftig noch einbringen. Nur eines ist sicher: „Einen Verein werde ich auf keinen Fall übernehmen!“
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