SGW: Trotz großem Kampf ohne Punkte

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Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah (links) erzielte in der 25. Minute den spielentscheidenden Treffer. FOTO: PETER MOHR
Die SG Wattenscheid 09 hat sich am Samstag vor 1300 Zuschauern im Lohrheidestadion mehr als achtbar aus der Affäre gezogen, stand aber nach 90 Minuten gegen Tabellenführer Schalke U23 nach einem 0:1 (0:1) mit leeren Händen da.

Trainer André Pawlak hatte das Team auf einigen Position wieder verändert, hatte den Ex-Schalker Kevin Kisyna für Fatlum Zaskoku ins defensive Mittelfeld beordert, zudem verzichtete er in der Startformation auf Berkant Canbulut, der wegen einer Autopanne auf der Anfahrt nach Wattenscheid erst zwanzig Minuten vor dem Anpfiff im Stadion war.
In der Anfangsphase zogen sich die Hausherren gegen den „königsblauen“ Nachwuchs weit zurück, versuchten dreißig Meter vor dem Tor die Räume zuzustellen. Schalke tat sich schwer, Chancen herauszuspielen. Die 09-Offensive fand zu Beginn gar nicht statt. Gegen die technisch versierten Schalker musste die Pawlak-Elf ein enormes Luafpensum abrufen, um die technische Unterlegenheit einigermaßen zu kompensieren. In der 22. Minute musste Keeper Lukas Fronczyk das erste Mal bei einem Distanzschuss von Schumacher eingreifen. Drei Minuten später musste der 09-Schlussmann dann allerdings das Leder aus dem Netz holen. „Sherry“ Sarisoy war im Mittelfeld attackiert worden, Schiedsrichter Schäfer ahndete die Attacke nicht, und nach einem Pass in die Tiefe tauchte Ex-Profi Gerald Asamoah frei vor Lukas Fronczyk auf. Der 43malige Nationalspieler schlenzte den Ball mit dem Außenrist an Fronczyk vorbei zum spielentscheidenden Treffer ins Netz.
In der 29. Minute dann die größte Chance zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Milko Trisic kam Sven Preissing sechs, sieben Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, setzte das Leder aber am linken Pfosten vorbei.
Im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Teams zunächst. Schalke wirkte nach wie vor reifer in der Spielanlage, doch die SGW hielt mit viel Leidenschaft dagegen. Kopfbälle der aufgerückten Abwehrspieler Christoph Kasak (68.) und „Nicki“ Andersen (72.) stellten S04-Keeper Unnerstall vor keine größeren Probleme. In der 78. Minute hielt sein Gegenüber Lukas Fronczyk die Partie offen, als er in einer 1-1-Situation glänzend gegen Leipertz reagierte. Damit wurde eine turbulente Schlussphase eingeläutet – mit Chancen hüben wie drüben. Ein weiterer Kasak-Kopfball, ein in letzter Sekunde abgeblockter Schussversuch von Berkant Canbulut acht Meter vor dem Tor, und auf der Gegenseite ein Lupfer von Kapitän Caillas, der knapp am langen Eck vorbei strich.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass in der Regionalliga die Trauben verdammt hoch hängen, dass sich die SGW (obwohl sie unterlag und noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet) aber vor keinem Team verstecken muss. Coach André Pawlak meinte nach der Partie: „Der Schalker Sieg ist sicher nicht ganz unverdient. Dennoch glaube ich, dass wir mit etwas mehr Konsequenz, etwas mehr Wille, etwas mehr Endeifer in der letzten Zone durchaus ein Tor hätten erzielen können. "

Abzuwarten bleibt, wie schwerwiegend die Verletzung ist, die sich Milko Trisic eine Viertelstunde vor Schlus zugezogen hat.

Erfreulich war, dass sich die beiden „Streithähne“ Lukas Lenz und Schalke-Coach Bernhard Trares versöhnlich die Hand gereicht haben, nachdem sie nach einer halben Stunde aneinander geraten waren. Trares hatte nach einer Lenz-Attacke gegen Dennis Erdmann lautstark die rote Karte gefordert.


Fronczyk, Preissing, Andersen, Kasak, Lehmann, Zajas, Kisyna (60. Zaskoku), Buckmaier, Trisic (79. Enzmann), Sarisoy (53. Canbulut), Lenz

Unnerstall, Wolff, Max (79. Klingenburg), Erdmann, Uaferro, Sobottka, Caillas, Meier, Schumacher (71. Türpitz), Leipertz, Asamoah (52. Borgmann)

Gelbe Karten: Kisyna (52.), Lenz (90+1.) – Meier (41.), Erdmann (79.)


Weitere Fotos aus dem Lohrheidestadion in unserer Bildergalerie http://www.lokalkompass.de/wattenscheid/sport/foto...
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