Bürgergespräch Kitagebühren

Anzeige
Presseerklärung zum Bürgergespräch Kitagebühren der Wählergemeinschaft „Wir für Wesel“ am 16.02.2017 im Kaiserhof in Wesel


„Kitas – ein Bildungsauftrag ?“


Die Wählergemeinschaft „Wir für Wesel“ hat am Donnerstag den 16.02.2017 zu einem Bürgergespräch mit Eltern, Kitas und Tagesmüttern eingeladen. Als Redner wurde der stellv. Vorsitzende des Landeselternbeirates der Kindertagesstätten in NRW Herr Suntrup gewonnen, der sehr informativ die Gesamtsituation der Kita Versorgung in NRW darstellte. All die Probleme, die von Christiane Dötsch „WfW“ aufgezeigt wurden, sind im Kern richtig und stellen große Teile des Gesamtproblems der Kita Versorgung in NRW dar. Die Schwierigkeiten der Randzeitenbetreuung, die mögliche Trägerschaft von Kommunen, Überbelegung von Gruppen in den Kitas und die enorm hohen Kosten für Eltern beschäftigten am Donnerstag die Teilnehmer am Bürgergespräch.
Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen haben alte Probleme aus dem Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern KiBiz nicht beseitigen können. Derzeit ist alles relativ unstrukturiert und ein weiteres neues Gesetz ist in Arbeit, betonte Herr Suntrup.
Jürgen Lantermann ,Vorsitzender der Wählergemeinschaft „Wir für Wesel“, sieht dabei die Landesregierung in der Pflicht, endlich die Versorgung und Ausstattung der Kitas in NRW als Bildungsauftrag zu sehen. Familien müssen entlastet werden. Kitas sowie die Tagesmütter haben einen klaren Auftrag, nämlich die frühkindliche Bildung in den Einrichtungen. Nur wenn alle zusammenarbeiten, werden wir die Vielzahl der Probleme lösen können, betont Jürgen Lantermann. Aus Sicht von Thomas Moll sind auch Unternehmen gefordert ihren Beitrag und ihre Möglichkeiten einzubringen um Eltern bei der Unterbringung von Kindern zu fördern. Neben flexiblen Betreuungszeiten könnte auch die finanzielle Unterstützung von Kitas ein gangbarer Weg sein um insbesondere in den Randzeiten vor 7.00 Uhr und nach 17.00 Uhr eine gesicherte Betreuung von Kindern zu gewährleisten.
In der Diskussion wurde deutlich, welche Rahmenbedingungen für Tagesmütter existieren und wie sehr die Tagesmütter in Wesel unterbezahlt sind, aber für viele Eltern ein Rettungsanker bei der Versorgung von Kindern insbesondere in den Randzeiten darstellen. Hier müssen noch viel Lobbyarbeit und viel Vernetzung untereinander stattfinden, um Verkrustungen aufzubrechen und den Status der Tagesmütter in der öffentlichen Diskussion zu stärken, sagt Jürgen Lantermann.
Wir sind auf dem Weg, die politische Diskussion anzustoßen, betont der Fraktionsvorsitzende Thomas Moll. Gemeinsam mit Manfred Schramm als Mitglied des Jugendhilfeausschusses werden wir uns dieses Themas annehmen, um für alle Seiten Verbesserungen der Gesamtsituation zu erreichen. Nur die Anzahl an Kita Plätzen in Wesel ist nicht ausschlaggebend, die Qualität der Versorgung muss sich nach den Bedürfnissen der Eltern richten. Aus Sicht der WfW geschieht das noch nicht ausreichend und nicht zielführend genug. Bildung hat seinen Preis, ist aber eine gesellschaftliche Aufgabe. Kinder sind die Zukunft einer Gesellschaft und daher gehören die Kitagebühren in den Haushalt des Landes NRW und dürfen die Haushaltskosten der Eltern nicht zusätzlich belasten, fasste Jürgen Lantermann die Diskussion des Abends zusammen.


Jürgen Lantermann
Vorsitzender Wählergemeinschaft „WfW
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.