Ein Minister und ein Kirchenoberhaupt zu Besuch in den Katakomben in Obrighoven

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Innenminister Ralf Jäger (links) - noch im Radfahrer-Outfit - un dKirchen-Chef Manfred Rekowski versuchen Quizfragen zu lösen.
Das kommt nicht alle Tage vor: Ein Innenminister fährt nicht mit der Limousine sondern mit dem Sportrad in einem winzigen Tross von Radfahrern vor. Ein illustres Begrüßungskomitee steht auf dem Vorplatz der Kirche am Lauerhaas: Der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, die Weseler Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Vertreter aus Jugendarbeit und Kirchengemeinde sowie einige Sicherheitsbeamte, Mitarbeiter des Ministeriums und ein Fernsehteam des WDR.

So gestaltet sich jedenfalls die Szene am letzten Donnerstag, 27.5. als Innenminister Ralf Jäger im Rahmen seiner KommTour 2015 als Etappenziel die Jugendeinrichtung der Katakomben im Gemeindezentrum der Kirche am Lauerhaas ansteuerte. Er war Stunden zuvor in Schermbeck und im Lühlerheim zu Gast gewesen und wollte nun ein kirchliches Projekt der Jugendarbeit in Augenschein nehmen. Aber erst einmal musste er für Tagesschau und Lokalzeit Auskünfte - nach einem raschen Kleiderwechsel - erteilen. So war der Konfi-Raum der Kirche am Lauerhaas als Hintergrund in der Tagesschau an diesem Tag sichtbar.

Danach ging es aber zum eigentlichen Kurzprogramm in die Katakomben, wo Dieter Skusa als zuständiger Jugendleiter die Einrichtung und deren Arbeits-Schwerpunkte vor allem im Bereich der Inklusion vorstellte. Auch Michaela Leyendecker als Referentin für die Kinder- und Jugendarbeit des Kirchenkreises Wesel begrüßte den Minister und erläuterte im weiteren Verlauf mit Mitarbeitern ein weiteres neues Projekt zur Gleichstellung der Geschlechter (Gender Mainstreaming). Bürgermeisterin Westkamp liess sich natürlich auch nicht die Gelegenheit entgehen, den Minister und Parteifreund freundlich zu begrüßen und mit einem Gastgeschenk zu überraschen.

Innenminister Ralf Jäger hörte allen wohlwollend zu und stellte auch etliche Fragen, die sein Interesse deutlich werden liessen. Heiter ging es dann später im Rahmen des sogenannten "Queer-Quiz" zu, dem sich sowohl der Minister wie auch der Präses und die Bürgermeisterin in zwei verschiedenen Mannschaften stellten. Die Gender-Gerechtigkeit - so stellte sich heraus - erfordert doch mancherlei neue Kenntnisse im sprachlichen Bereich.

Ralf Jäger, auch Minister für Kommunales, verfolgte mit der knapp dreitägigen Radtour die Absicht, den Blick über den Schreibtisch hinaus zu vertiefen und zu den Leuten im Lande zu kommen. In diesem Jahr sollte es der Niederrhein sein. Auch wollte er kirchliche Arbeitsprojekte kennenlernen, so dass es für Präses Manfred Rekowski eine Ehrensache war, ihn dabei zu begleiten. Der Kirchenkreis Wesel und die Kirchengemeinde freuten sich in diesem Zusammenhang darüber, als Etappenziel zur Verfügung stehen zu können.
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