Karate-Do; der Weg ist das Ziel

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Es war im Jahr 2005. Meine Tochter wollte nicht mehr zum Turnen; eine neue Sportart sollte gesucht werden. Ein Freund hatte ihr vom Karate erzählt. Das wollte sie ausprobieren. Sie ging zum Probetraining des Shotokan-Karate-Wesel e.V. und war von Beginn an begeistert. Vom Karate und von der Gemeinschaft. Sie schwärmte oft und viel und ich dachte: dass schaue ich mir auch mal an.

So ging auch ich im Februar 2006, immerhin fast 45jährig, zum Probetraining und dachte hinterher: klasse, das hat Spaß gemacht, aber all die Techniken, Formen und Kombinationen, das lernst du nie. Und warum haben die eigentlich keine Ziegelsteine zertrümmert ?? So jedenfalls hatte ich Karate in meiner Jugend wahrgenommen. Ich konfrontierte unseren Trainer, Michael Jarchau, mit meinen Gedanken. Er lachte und sagte: Karate ist kein Kampfsport in dem nur geschlagen und getreten wird. Karate ist vielmehr ein Weg den du beschreitest ohne jemals das Ziel zu erreichen. Es geht darum diesen Weg immer weiter zu gehen, das Karate immer weiter zu vervollkommnen und dabei deine Persönlichkeit zu schulen. Das kannst du auch !!

Das musste ich erst mal sacken lassen, und ich gebe zu, ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich bereit war zu beginnen, diese Worte in die Tat umzusetzen. So aber ging ich regelmäßig zum Training und stellte schnell fest, einen Verein gefunden zu haben, in dem alle an einem Strang ziehen. Jeder ist für jeden da und man hilft sich gegenseitig um auf seinem jeweiligen Karate-Do immer ein Stückchen weiter voranzukommen. Kurz nach mir kamen zwei weitere Vereinskameradinnen hinzu, Beate und Erica. Mit ihnen und allen anderen zusammen machte ich mich auf den weiteren Weg und lernte bald: Karate ist Gymnastik, Schnelligkeit, Dynamik, Kraft, Ruhe und Persönlichkeitsschule in Einem; die innere Mitte finden, geistig wie körperlich, darauf kommt es an.

Die Gürtelprüfungen sind Zwischenstationen auf dem Weg zum legendären „Schwarzgurt“, dem Meistergurt. Neun Schülerprüfungen sind bis dahin abzulegen, die Anforderungen steigen von Mal zu Mal deutlich an, zwischen den einzelnen Prüfungen müssen festgelegte Zeiträume liegen und die regelmäßige Teilnahme am Training und an Lehrgängen ist natürlich unerlässlich. All diese Prüfungen habe ich zwischenzeitlich zusammen mit Beate und Erica ablegen können. Das schweißt zusätzlich zusammen. Es ist einfach eine tolle Gemeinschaft. Ich weiß noch sehr gut, wie wir vor einigen Jahren gesagt haben: naja, der Lilagurt, oder vielleicht der erste Braungurt, das können wir uns vorstellen, aber der DAN (Schwarzgurt) ist wohl doch eher etwas für die jüngeren Karateka. Aber unser Trainier Michael Jarchau (6. DAN) hat uns immer wieder ermutigt: ihr könnt das auch !! Ja und jetzt sind wir tatsächlich DAN-Anwärter und wollen bei nächster Gelegenheit unsere Prüfung zum 1. DAN (erster Meistergrad) beim Chief-Instructor Shihan Ochi Sensei (8. DAN) ablegen. Eine für alle Karateka sehr wichtige Station auf dem Karate-Do. Aber es sollte auf keinen Fall die letzte sein. Der Weg geht weiter….

Auch meine Tochter ist weiterhin dabei, mittlerweile eine der erfolgreichsten Vereinsmitglieder auf Wettkämpfen und Meisterschaften. Und seit Anfang 2013 ist auch mein Sohn auf seinem Karate-Do.

All dies veranlasst mich dazu euch alle zu unserem Tag der offenen Tür einzuladen und zwar am Samstag, den 05. Oktober 2013 von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Turnhalle der Hansaringschule Wesel

http://www.karate-wesel.com/

Neben Darbietungen und Demonstrationen unserer Vereinsmitglieder in den Disziplinen Grundschule, Kata (Formenlauf) und Kumite (Zweikampf) erhalten unsere kleinen und großen Gäste die Möglichkeit zu einem Probetraining. Für das leibliche Wohl wird ausreichend gesorgt.

Wir freuen uns darauf, vielen von euch den Weg zum Karate zu zeigen; den eigenen Karate-Do muss dann jeder selber beschreiten. Aber ihr werdet sehen: das kannst du auch !!

OSS

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Autor:

Thomas Grüttgen aus Wesel

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