Radeln gegen’s Kohlendioxyd

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Felix Mengeringhausen konnte sich über einen Fahrradhelm freuen, der von Bürgermeisterin Sonja Leidemann (links) und Christina Beckermann von der Wittener Klimaschutzstelle überreicht wurde.

In die Pedale treten, was das Zeug hält: Zum ersten Mal hat Witten an der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ teilgenommen. Bei der geht es darum, das Auto stehenzulassen und sich stattdessen auf den Drahtesel zu schwingen, um Kohlendioxyd einzusparen.

Drei Wochen lang hatten sich 302 Wittener an der Kampagne beteiligt und dabei Erstaunliches bewirkt, wie Christina Beckermann von der, im vergangenen Jahr in Witten eingerichteten, Klimaschutzstelle berichtet: „Insgesamt wurden 58.363 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und dadurch 8.288 Kilogramm Kohlendioxid eingespart.“
Die Teilnehmer traten in 23 Teams an, darunter Vereine, Schulen, Kirchengemeinden, Uni, private Gruppen. Als „Stadtradelstar“ konnte Piraten-Ratsmitglied Stefan Borggraefe gewonnen werden, der das Angebot gerne annahm, da man ihm zuvor sein Auto geklaut hatte. Das tauchte zwar während der drei Wochen wieder auf, aber Stefan Borggraefe hielt trotzdem tapfer durch und fuhr bis zum Ende der Kampagne auf zwei Rädern weiter.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die meisten Kilometer lieferten sich das Triathlon-Team TG Witten und das Team der Uni Witten/Herdecke. Auf Platz 3 und 4 landeten das Team der Deutschen Edelstahlwerke und der Stadtverwaltung Witten. Der aktivste Radler legte allein etwas über 1.000 Kilometer zurück.
Bei einer kleinen Preisverlosung im Ratssaal waren einige Kapitäne und Mitglieder der teilnehmenden Mannschaften anwesend und nahmen die Gewinne entgegen, die Bürgermeisterin Sonja Leidemann aus der Lostrommel zog.
Über einen Fahrradhelm konnte sich Felix Mengeringhausen, Lehrer an der Rudolf-Steiner-Schule, freuen. Er selbst hatte während der Aktion rund 500 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, sein Team, das aus mehr als einem Dutzend Teilnehmer bestand, knapp 5.000 Kilometer. „Ich bin auf jeden Fall schon Feuer und Flamme fürs nächste Jahr“, sagte er.
Neben dem Klimaschutz ging es beim Stadtradeln auch um einen Erkenntnisgewinn: Während des Aktionszeitraums konnten die Teilnehmer Mängel und Gefahrenstellen im Wittener Radverkehrsnetz benennen, die ihnen beim Radeln aufgefallen sind. Dabei gingenMeldungen ein, die sich auf gefährliche Fahrbahnschäden, störenden Bewuchs und andere Hindernisse auf Radwegen oder unübersichtliche Knotenpunkte bezogen – immerhin 114 an der Zahl.
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