Tag der Architektur: Zwei Objekte in Witten zu besichtigen

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Dieses Einfamilienhaus in Heven kann nur am heutigen Samstag besichtigt werden. Das Gebäude am Hevener Bruch 20 ist von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Das klare Konzept und ein ganz besonderes Wohngefühl überzeugten. (Foto: aknw/Nicole Hein)
 
Der Neubau der Produktionshalle für die Tischlerei Uwe Klein im Gewerbegebiet Annen ist an beiden Tagen für die Besucher geöffnet. (Foto: aknw/Uwe Klein)

Architekturfans haben sich das Wochenende längst vorgemerkt: Am 27. und 28. Juni ist wieder „Tag der Architektur“. Die große Veranstaltung jährt sich bundesweit zum 20.  Mal.

Unter dem Motto „Architektur hat Bestand“ werden in Nordrhein-Westfalen genau 375 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks in 163  Städten und Gemeinden für Besucher geöffnet sein. In Witten können Interessierte zwei Objekte besichtigen.
Der Neubau einer Produktionshalle für die Tischlerei Uwe Klein im Salinger Feld 56 in Annen ist am Samstag, 27. Juni, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 28. Juni, von 12 bis 18 Uhr zu sehen. Es wurde unter anderem wegen seines einfachen, aber dennoch architektonisch anspruchsvollem Entwurfskonzept ausgewählt.

Ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich, jedoch nur am heutigen Samstag von 14  bis 17 Uhr ist ein Wohnhaus in Heven. Das Einfamilienhaus am Hevener Bruch 20 überzeugt durch einen klaren Entwurf, bei dem durch Addition und Subtraktion spannenden Räume entstehen. Ein großer Einschnitt definiert den Eingang und führt in das zweigeschossige Entree. Durch das asymmetrische Satteldach und die hinzugefügte Gaubenbox ergeben sich im Innenraum interessanten Schnittpunkte und varrierend hohe Räume, welche ein ganz besonderes Wohngefühl schaffen. Es gibt jeweils um 14, 15 und 16 Uhr Führungen durch das Haus.

Motto „Architektur hat Bestand“

Mit dem diesjährigen Motto „Architektur hat Bestand“ will die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen auf die dauerhafte Wertigkeit guter Architektur aufmerksam machen und die Notwendigkeit unterstreichen, den Gebäudebestand angemessen zu pflegen und zu entwickeln. Interessierte sind eingeladen, sich aktuelle Architekturen von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern vor Ort vorstellen zu lassen. „Wir wünschen uns viele Gespräche mit Architekturfans und Bauinteressierten“, erläutert Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW. „Wer sich für Architektur begeistert oder auch ein eigenes Bauvorhaben plant, wird hier vielfältige Anregungen erhalten.“
Inspirierende Beispiele finden sich zuhauf unter den 375 Bauten, die in NRW zu besichtigen sind: von der historischen Wasserburg Benkhausen, in die ein Weiterbildungszentrum eingezogen ist, über den Umbau einer denkmalgeschützten Kirche in Düsseldorf zu einer Kindertagesstätte bis hin zu einem Postgebäude aus den 1920er Jahren, in dem nun Studenten wohnen.
Neue und erneuerte Bauwerke sowie Objekte der Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sind vor Ort hautnah erlebbar. Für die Besucher liegt der besondere Reiz des Tags der Architektur darin, dass ihnen auch viele Gebäude offen stehen, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – das gilt für private Wohnhäuser ebenso wie für viele Büro- und Wirtschaftsbauwerke.
Besondere Beachtung erfahren gegenwärtig (gerade im privaten Wohnbereich) Objekte, die sich mit den Herausforderungen des demografischen Wandels befassen: Wie kann man auch im Alter noch in den eigenen vier Wänden leben? Barrierefreiheit, gute Infrastruktur, dezentrale Pflegeangebote, lebendige Nachbarschaften lauten Stichworte. Auch die Frage der energetischen Optimierung bestehender Gebäude stellt sich angesichts steigender Energiekosten und zunehmender gesetzlicher Vorgaben für viele Eigentümer und Bauherren mit wachsender Dringlichkeit.
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