Alle 3 Minuten wird in Deutschland eingebrochen

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Sicher sind
nur die Täter

Trotz aller Beteuerungen der Politik, geht den deutschen Bürgern schleichend, aber stetig das Sicherheitsgefühl verloren.

Als die Unionsparteien und die SPD im Jahre 2013 in ihren Koalitionsvertrag schrieben, Einbruchskriminalität verunsichere die Bürger "über die materiellen Schäden hinaus", wussten sie, dass die Einbruchsopfer, denen die Langfinger die Wohnung ausräumten, oft noch Jahre später mit den seelischen Folgen kämpften.

Drei Jahre später liest sich das wie Hohn. 167.136 Wohnungs-
einbrüche und Einbruchsversuche registrierte die Polizei im vergangenen Jahr bundesweit. Weitere 55.000-mal drangen die Diebe in unverschlossene Wohnzimmer, um sie auszuräumen.

Anders als viele andere Kriminalitätsdelekte nehmen Wohnungseinbrüche seit 2008 von Jahr zu Jahr zu. Inzwischen wird im Schnitt alle drei Minuten irgendwo eingebrochen. Und die Schadenssumme für die Versicherungen ist seit 2010 um 51 Prozent auf 530 Millionen Euro im vergangenen Jahr gestiegen.

Nicht nur die Häuser der Wohlhabenden erleben eine "Heimsuchung" der unangenehmen Art, sondern vielfach sind auch die Wohnungen von Otto Normalbürger von Einbrüchen betroffen. Der traurigen Realität kommt man näher, wenn man die Verurteilungsquote - so denn jemand überhaupt vor Gericht gestellt wird - betrachtet: Sie lag einer Auswertung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFI) zufolge bei drei Prozent. Mit anderen Worten: 97 Prozent der untersuchten Einbrüche wurden nicht geahndet.

Oder anders ausgedrückt: Sicher sind in Deutschland demnach nur - die Täter.

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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 18.06.2016 | 11:53  
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