Auf ein Wort: Licht bricht durch in die Dunkelheit, bahnt den Weg in die Ewigkeit

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Hans Werner Ludwig (Foto: privat)
Neulich habe ich ihn gesehen. Es war wohl im Fitnessstudio. Da lief er über den Monitor. Ein kurzer Filmclip. Jemand, kaum erkennbar in einem dunklen Raum nahm einen Vorschlaghammer, sehr groß und langstielig und hieb mit großer Kraft und Wucht immer wieder auf eine Wand ein, viele Male.

Zunächst war gar nichts zu erkennen. Dann die ersten eingedrückten Stellen, danach die ersten Risse. Die Mauer war wirklich sehr massiv, die Arbeit langwierig und schweißtreibend. Es dauerte viele Hammerschläge bis das erste Licht durch die schwarze Wand fiel. Dann ging es schneller, der Lichtkegel vergrößerte sich. Als das Licht in seiner ganzen Helligkeit durch die Mauer fiel, war ich mit meinen Gedanken auf einmal ganz woanders. Ich weiß gar nicht, was die Aufgabe des kleinen Filmclip war, Werbung vermutlich. Aber das habe ich nicht mehr mitbekommen. Ich musste daran denken, wie oft es mir im Leben so geht, dass ich vor einer großen, schwarzen unüberwindbaren Mauer stehe. Der Weg versperrt, die Zukunft verbaut und dann stehe ich vor der Frage, ob es einen Hammer gibt und ob ich die Kraft habe, ihn zu schwingen. Wie oft richte ich mich aus unterschiedlichen Gründen dann in meiner Dunkelheit, meiner Angst und meiner schwierigen Situation ein. Aber in dem Moment, wo hell und strahlend das Licht durch die Wand fiel, kam mir die Textzeile aus einem Lied in den Sinn. Darin heißt es: „Licht bricht durch in die Dunkelheit, bahnt den Weg in die Ewigkeit“ – „old school“, alte Worte oder der benötigte Hammer? Wir wissen, jenseits unserer Dunkelheit gibt es das Licht. Daran besteht sicher kein Zweifel. Aber wie kommt es zu mir, wie erreicht es mich. Der Text sagt, es macht sich auf dem Weg zu mir, bricht sich Bahn und auf einmal leuchtet es auf. Es wird immer heller, es gibt mir Zuversicht und Orientierung.

Von Ewigkeit ist in dem Text die Rede. Was ist das? Ist es dort hell? Gibt es dort Zuversicht und Orientierung? Ewigkeit ist für mich die Nähe und das Zusammenleben mit Gott. Er ist an meiner Seite, er ist das Licht, dass Nähe, Geborgenheit und Zuversicht schenkt. Licht bricht durch in die Dunkelheit. Das Leben wird hell – geht doch, auch ohne großen Vorschlaghammer.

Text: Hans Werner Ludwig
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