Olympischer Sport befindet sich im Todeskampf

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Doping
Korruption
Profitgier

Doper - das weiß inzwischen fast ein jeder - sind sind ihren Jägern immer ein Schritt voraus. Sie schlucken immer neue, mit den derzeit bestehenden Testverfahren nicht zu entdeckenden Substanzen. Und das, was nach der kürzlich veröffentlichten Untersuchung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WaDa) in den vergangenen Jahren in Sachen Doping in Russland ablief, wurde nur von der ehemaligen DDR noch übertroffen.

Der Bericht von dem kanadischen Jura-Professor Richard McLaren umfasst 97 Seiten und basiert auf dem Geständnis des Wissenschaftlers Grigorij Rodtschenkow, der von 2005 bis 2015 Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors war. Laut dem McLaren-Report wurden im Moskauer Dopingkontrolllabor von 2011 bis 2015 positive Proben gefälscht und der WaDa als "cleen" gemeldet.

McLarens Team untersuchte 643 positive Tests, davon sind fast alle olympischen Sportarten betroffen. Aufgedeckt werden neben der Doping-Seuche, auch noch Korruption, Funktionärsmauscheleien und Profitgier. Das Publikum ist genervt und wendet sich ab. In Hamburg, München, Boston, Oslo und Toronto mussten nach Bürgerprotesten die Olympia-Bewerbungen wieder zurückgenommen werden. Und nach dem Pro-Russland-Entscheid von IOC-Präsident und Putin-Freund Thomas Bach ist für viele die heile Olympia-Welt endgültig untergegangen.

Während bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) "absolutes Entsetzen" herrscht, sagt Diskus-Star Robert Hartling: "Ich schäme mich für Thomas Bach. Eine neue Enttäuschungsdimension wurde erreicht. Als IOC-Präsident ist Bach nicht mehr tragbar." Noch drastischer formuliert es Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes: "Der olympische Sport befindet sich im Todeskampf."

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