DJK Annen: Bewegendes Wochenende mit Flüchtlingsfamilien

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Insbesondere für die Kinder der Flüchtlingsfamilien aus Georgien, Serbien und Armenien war das Sportwochenende mit der DJK Annen ein unvergessliches Erlebnis: Sie durften eine Zirkusaufführung einstudieren. (Foto: DJK)
 

Viele Wittener Vereine engagieren sich für Flüchtlinge. Die Aktivitäten reichen vom klassischen Kursangebot in Ballsportarten oder Leichtathletik über die Sprachförderung für Flüchtlinge bis hin zur Sammlung von Sportkleidung.

Susanne Fuchs von der DJK BW Annen erlebte ein sehr bewegendes Wochenende in der DJK Sportschule in Münster. Sie machte sich auf eine abenteuerliche Reise mit ihren Gästen aus Georgien, Serbien und Armenien. Der Verein beschreibt das Wochenende wie folgt:

Die DJK hatte ein Bewegungswochenende mit Kindern angeboten. Susanne Fuchs nutzte die Gelegenheit, um Flüchtlingsfamilien mit ihren Kindern zu dieser gemeinsamen Aktivität einzuladen. Ein Förderprogramm des Landessportbundes „Sport & Flüchtlinge“ brachte sie auf diese Idee.
„Natürlich mache ich als Sportverein meine Türen auf, für jeden der bei uns Sport treiben möchte – das ist ja selbstverständlich, aber ich wollte etwas besonderes, ein gemeinsame Aktion, die mich im wahrsten Sinne des Wortes bewegt.“
Das Wochenende in der Sportschule war dafür genau der richtige Rahmen. Gemeinsam den ganzen Tag zusammen sein, Sport treiben, in Bewegung sein, miteinander die Mahlzeiten einnehmen, abends noch nett zusammen sitzen, zusammen singen und mit den Kindern spielen und toben.

Zusammen Sport treiben, essen, singen und mit den Kinder toben

„Erlebnisse, die wir alle so schnell nicht vergessen“, so Fuchs, die kaum glauben konnte, dass ihr Angebot, mit ihr auf Reisen zu gehen, angenommen wurde. Umsomehr hat sie sich gefreut, als Michael Raddatz von der Caritas auf Nachfrage des Sozialdezernenten Frank Schweppe zwei Familien vorschlug, die sich besonders verdient gemacht hatten. Beide Väter helfen Hausmeistern in Wohnunterkünften. Beim ersten Kennenlernen brach auch sofort das Eis. „Ich hatte sofort einen Draht zu allen,“ schildert Susanne Fuchs ihren ersten Kontakt.
Für die Kinder Lasha (6), Djevaira (6) und Selma (4) und für ihre Eltern war es ein unvergessliches Erlebnis. Das Highlight war eine gemeinsame Zirkusvorstellung am Samstagabend. Die Sporthalle, in der die Kinder nachts in Zelten schlafen durften verwandelte sich tagsüber in eine große Abenteuer- und Bewegungslandschaft. Hier wurde getobt, getanzt, um die Wette gelaufen und natürlich auch ernsthaft für die spannende Aufführung geübt. Lasha, Selma und Djevaira – alle hatten auf der Bühne ihren großen Auftritt mit Clownerie und Akrobatik.

Mehr Integration und Inklusion geht nicht

„Mehr Integration und Inklusion geht nicht“, meint Susanne Fuchs.
„Wenn Integration funktionieren kann, dann genau so“, ist die Überzeugung von Susanne Fuchs. Der Weg über den Sport und die gemeinsame Aktivität – und dazu gehört auch Arbeit – ist für sie ein Erfolgsrezept für Integration und Willkommenskultur. Sie freut sich über Besuch von Flüchtlingen in ihren eigenen Sportgruppen beim Nordic Walking oder zur Aerobic oder auf einen gemeinsamen Besuch beim Ringen des KSV – dieses Angebot hat ihr Vorsitzender Detlef Englich gemacht, der diese Idee sehr unterstützt.
Eine Wiederholung soll es auf jeden Fall geben. Die Nachfrage von der Caritas nach einem weiteren Platz veranlasste Susanne Fuchs, das Konzept weiterzudenken. Das nächste Mal wird es eine Veranstaltung in der Sportschule in Hachen an der Sorpe geben.
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 23.06.2015 | 16:31  
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