NRW-Verdienstorden für den Alpener Prof. Dr. Klaus Pistor

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Bethanien Krankenhaus Moers - 50 Jahre Kinder- und Jugendklinik. Tortenanschnitt mit Dr. Unterberg, Prof. Dr. Klaus Pistor (ehem. Chefärzte der Kinderklinik) und Dr. Wallot am 8. April 2010 (Foto: Bettina Engel-Albustin, fotoagentur-ruhr.de)
Die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit, dass Ministerpräsidentin Hannelore Kraft 17 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet hat. „Wir verleihen heute den Landesverdienstorden an 17 Persönlichkeiten, acht Männer und neun Frauen, die sich besondere Verdienste um unser Land erworben haben. Und Ihnen, liebe zukünftige Ordensträgerinnen und Ordensträger, gilt schon jetzt mein besonderer Dank für Ihr außerordentliches Engagement.”
Die Ministerpräsidentin überreichte den Orden unter anderem an Professor Dr. Klaus Pistor aus Alpen. In ihrer Laudatio sagte sie: „Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann.“ Davon war Dietrich Bonhoeffer überzeugt. Danach müssten Sie, lieber Herr Prof. Pistor, ein besonders glücklicher Mensch sein, weil Sie sich so vielfältig für andere Menschen engagieren.

Kinder- und Jugendarbeit


Fast 20 Jahre lang waren Sie, lieber Herr Pistor, Leiter der Kinderklinik des Bethanien-Krankenhauses in Moers. Im Jahr 2005 traten Sie dann in den verdienten Ruhestand. Damals übernahmen Sie den Vorsitz im Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen, den Sie bis vor wenigen Monaten innehatten. In Ihrem Ehrenamt widmeten Sie sich besonders der Kinder- und Jugendarbeit. Sie haben sich unter anderem dafür eingesetzt, aus der Evangelischen Kindertagesstätte in Alpen ein Familienzentrum zu machen. Sie waren auch mit dabei, als vor eini­gen Jahren das Projekt „bunte Nachbarschaft“ ins Leben gerufen wurde. „Bunt“ deshalb, weil hier Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam im Stadtteil leben können. Sie, lieber Herr Pistor, wirken kräftig daran mit, indem Sie zum Beispiel wöchentlich die Bewohner eines Wohnprojekts für Seniorinnen und Senioren besuchen und mit ihnen Ihre Freizeit verbringen, etwa bei einem gemeinsam Spaziergang oder Kaffeetrinken.

Erfahrung und Können


Auch nach dem Ende Ihrer aktiven Laufbahn setzen Sie Ihre Erfahrung und Ihr Können als Arzt zum Wohl von benachteiligten Menschen ein: Sie behandeln zusammen mit vielen weiteren Ehrenamtlichen – im „Petershof“ in Duisburg-Marxloh Menschen, die keine Krankenversicherung haben. Vor über zwei Jahren wurde diese medizinische Notfallsprechstunde für Unversicherte eingerichtet. Sie kümmern sich dort an fast jedem Donnerstag, teilweise bis weit in die Abendstunden hinein, um Patientinnen und Patienten. Fast die Hälfte von ihnen sind Kinder, die oft nur wenig Deutsch sprechen oder verstehen. Kranke Kinder, die Schwächsten unter uns also, können sich auf Ihre Stärke, Herr Pistor, verlassen. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie, lieber Herr Pistor, nicht nach Hause gehen, bevor nicht auch der letzte Patient versorgt ist. Doch mit der Behandlung in der Praxis ist Ihre Arbeit oft nicht getan. Falls nötig, kümmern Sie sich auch um eine Weiterbehandlung, anfallende Operationen oder Nachuntersuchungen.

Große Dankbarkeit


Lieber Herr Prof. Pistor, für Ihren unermüdlichen Einsatz für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, überreiche ich Ihnen heute mit großer Dankbarkeit den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
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