+++ gemeinsame Presseinfo des BUND-Arnsberg und BUND-NRW zur NRW-Studie Antibiotika in der Putenmast +++

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Am 25.11.2014 hat NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel eine neue Studie des Landes NRW zum Einsatz von Antibiotika in Putenställen vorgestellt. Die Ergebnisse sind erschreckend und müssen auch im Hochsauerland zu Konsequenzen im Umgang mit neuen Ställen haben.

BUND: Hochsauerlandkreis muss Antibiotikadaten für Putenställe offenlegen!

Düsseldorf / Arnsberg, den 25.11.2014 Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die BUND-Ortsgruppe Arnsberg sehen sich durch die am 25.11.2014 von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel vorgestellte Studie zum Antibiotikaeinsatz in NRW-Putenställen in ihrer Kritik an der "industriellen" Putenmast und dem geplanten Stallneubau in Schederberge bestätigt: „Wenn in neun von zehn Mastdurchgängen (92,8%) den Tieren Antibiotika verabreicht werden, dabei durchweg auch für den Menschen wirksame "Reserveantibiotika" zum Einsatz kommen und zugleich in 1/3 der untersuchten Fälle ein in Deutschland für Puten nicht zugelassenes Präparat verabreicht wird, ist das eine Bankrotterklärung der Geflügelwirtschaft“.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hatte im Auftrag des NRW-Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2013 den Antibiotikaeinsatz in nordrhein-westfälischen Putenställen untersucht und dabei 516 Durchgänge von der Aufzucht und Mast der Puten bis hin zu deren Schlachtung und insgesamt 2764 Wirkstoffeinsätze ausgewertet.

„Die Intensivmast von Puten funktioniert ganz offenkundig nur mit regelmäßigen Antibiotika-Gaben. Sie missachtet den Tierschutz, fördert die Bildung resistenter Keime und nimmt inakzeptable Risiken für Mensch und Umwelt in Kauf“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW.

Wir, die Arnsberger Ortsgruppe des BUND fordern deshalb den Hochsauerlandkreis auf, die Daten zum Antibiotikaeinsatz in den Mastbetrieben im Kreisgebiet offenzulegen. „Wir erwarten, dass der Kreis hier maximale Transparenz schafft“, so Birgit Jakubzik, Sprecherin des BUND Arnsberg.
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