Inklusives Miteinander - Sozialpreis geht an den KuKuC-Verein der Claudius-Höfe

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Mitglieder der Theatergruppe des Vereins: Anna Lena Naroska, Stefan Lilienthal, Jana Feldmann, Jens Niemeier (Theater-Pädagoge), Viola Eisenbach, Andreas Ophues, Edeltraud Renn, Annemarie Sichelschmidt (Matthias-Claudius-Stiftung) und Petra Kolpak (v.l.). Foto: priv (Foto: KuKuC)

Vielfalt und Zugehörigkeit im Anderssein will der inklusive Verein KuKuC ermöglichen. Kürzlich wurde er auf dem Herbstling der Matthias-Claudius-Stiftung im Tanas mit dem Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln ausgezeichnet.

Dritter Preisträger

Nach dem integrativen Lern- und Erlebnishof Wessels und dem von Menschen mit Down-Syndrom gemachten Magazin Ohrenkuss ist er damit der dritte Träger des Preises. Er wird alle zwei Jahre vergeben und war dieses Jahr mit 5 000 Euro dotiert. Hinter der Abkürzung KuKuC steht „Kunst und Kultur in den Claudius-Höfen“. Lange bevor das integrative Wohnprojekt Claudius-Höfe einzugsbereit war, begannen die zukünftigen Bewohner, sich regelmäßig zu treffen. Sie überlegten, wie sie ihr „Dorf“ mitten in der Bochumer Innenstadt mit Leben und Kultur füllen könnten. Professor Klaus Wengst fand, dass es unter den Bewohnern viele Begabungen gibt, die ein vielfältiges Kulturprogramm ermöglichen. Ende 2011 wurde KuKuC gegründet.

Selbstironische Szene

„Ich freue mich, den Matthias-Claudius-Preis 2014 an den Verein KuKuC zu verleihen, der maßgeblich zu einem guten, bunten, lebenswerten Miteinander in den Claudius-Höfen beiträgt“, sagte Annemarie Sichelschmidt aus dem Vorstand der Matthias-Claudius-Stiftung. Einen kleinen Einblick in die Arbeit von KuKuC bekam das Publikum der Preisverleihung mit einer satirischen Szene des Claudius-Theaters, die auf die angespannte Parkplatzsituation in den Claudius-Höfen abzielte. Der lockere, selbstironische Ausschnitt unterstrich die Dankesworte von Petra Kolpak, der stellvertretenden Vorsitzenden von KuKuC: „Das Claudius-Ensemble zeichnet sich durch die große Freude am Theaterspiel und das Wissen um die gegenseitige Akzeptanz aus. Zudem bilden die Geradlinigkeit und Kreativität aller Ensemblemitglieder den grundlegenden Rahmen für eine gelebte Inklusion.“

Begeisterung über neuen Pächter

Die Verleihung des Matthias-Claudius-Preises war wieder Teil des Herbstlings, einem lockeren Beisammensein, bei dem im jährlichen Wechsel die Matthias-Claudius-Stiftung und das Matthias-Claudius-Sozialwerk Bochum über ihre Ziele und Tätigkeiten informieren, aber auch gesellschaftliche Themen und bürgerschaftliche Aufgaben behandeln. Dass der Herbstling dieses Jahr im Tanas im Schauspielhaus Bochum stattfand, hat einen einfachen Grund: Seit 1. Mai betreibt das Matthias-Claudius-Sozialwerk die Schauspielhaus-Gastronomien Kantine, Pausen-Catering und Tanas. Wie begeistert man im Theater vom neuen Pächter ist, betonte Intendant Anselm Weber in seinem Grußwort: „Ich bin sehr froh, dass sie hier sind und uns verwöhnen. Die Kantine ist mit ihnen wieder geworden, was sie sein sollte: ein wesentliches Zentrum des Theaters, die alles zusammenhält.“ Auch machte Weber deutlich, dass er voll hinter dem Ziel der Matthias-Claudius-Stiftung „Suchet der Stadt Bestes“ steht: „Auch das Theater hat die Funktion, der Stadt das Beste zu geben, was es hat: Offenheit, Vielfalt und Toleranz.“ Es sei ihm immer eine Herzensangelegenheit gewesen, allen gesellschaftlichen Gruppen ein Forum zu geben.
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