Mein "Brechtgedicht"... im zarten Alter von 24 Jahren

Anzeige

… die Brechtin…


Ich, die ich kam mit dem Hunger zum Leben,
zu früh gebunden, zu früh gelähmt
sage mich hiermit frei von dem Knechten:
Ich habe jetzt meine Angst bezähmt.

Ich, die ich lange suchte, was fehlte,
in finsteren Städten oft frierend stand
nehme mir frech den Mut zum Leben:
Ich baue mit Steinen, nicht mehr auf Sand.

Ich sah sie das süße Brot verzehren,
nicht nahrhaft, machte es Bäuche fett,
sie hüllten sich ein in den Schlaf der Gerechten,
doch schliefen sie schlecht in ihrem Bett.

Ich, die ich kroch wie ein Hund auf Vieren,
zu haschen den Bissen vom süßen Brot,
will nun erhobenen Hauptes agieren,
ihnen nicht Freund, selbst nicht in der Not.

Ich wählte ein kräftiges Brot zum Beißen,
nahrhaft, machte es Zähne stark
und werde mich nicht für die Prallen bescheißen,
im Denken bleib ich - trotz jenen - autark!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.