Von Datengräbern und anderen Ruhestätten: Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge legen ihren ersten gemeinsamen Kriminalroman vor

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Das Buchcover. (Foto: Grafit)

„In unserem Roman 'Datengrab'“, verrät Krimi-Altmeister Reinhard Junge, in Dortmund geboren und heute in Wattenscheid ansässig, „gerät Kameramann Klaus-Ulrich Mager in die Bredouille. Im Dortmunder Schrebergarten, den einst seine Eltern bewirtschaftet haben, wird eine Leiche gefunden.“

Die private Produktionsfirma Pegasus, die dem WDR-Fernsehen Beiträge anliefert, kennen Junge-Leser bereits. Der Autor, der 1985 mit „Klassenfahrt“ debütierte, erklärt: „'Datengrab' ist bereits der zehnte Pegasus-Roman.“ Einige davon hat Junge gemeinsam mit Leo P. Ard, bürgerlich Jürgen Pomorin, der auch ein gefragter Drehbuchautor ist, verfasst. Mit Christiane Bogenstahl hat er nun eine neue Co-Autorin gefunden. Die beiden sind auch privat ein Paar.
„An der Universität Duisburg-Essen“, umreißt Bogenstahl den zweiten Handlungsstrang, „verschwindet eine Informatikerin. Simone-Olsok, die bereits aus früheren Pegasus-Krimis bekannt ist, begibt sich auf die Suche. Dabei kommt ihr zugute, dass sie Mitglied im Chaos-Computer-Club ist. "Allerdings geht es in 'Datengrab' nicht um Computer-Kriminalität im Sinne von Identitätsklau. Das Verbrechen wird mithilfe von Computerdaten aufgeklärt“, verrät Bogenstahl. - Neben Dortmund und Duisburg ist übrigens auch Wattenscheid ein Schauplatz des Romans.

In der Tradition bekannter Schriftstellerduos

Dass Paare gemeinsam Krimis schreiben, kommt häufiger vor – man denke nur an die Schweden Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die Säulenheiligen des sozialkritischen Kriminalromans. Doch wie sah die Arbeitsteilung bei „Datengrab“ konkret aus? - Bogenstahl gibt Einblick in die Schreibwerkstatt: „Reinhard hat sich hauptsächlich um den Dortmunder Strang gekümmert. Der Duisburger Strang stammt überwiegend von mir, ich habe dort selbst an der Uni gearbeitet. Die Grundidee haben wir zusammen entwickelt und in einem neunmonatigen Schreibprozess realisiert.“
Sjöwall und Wahlöö sind nicht das einzige erfolgreiche Zweiergespann im Kriminalroman. Die Italiener Carlo Fruttero und Franco Lucentini gelten als erfolgreichstes Schriftstellerduo der letzten Jahrzehnte. In anderen Genres gibt es solche Kooperationen kaum. „Der Krimi folgt festen Regeln. Der Krimi-Autor und Theoretiker S.S. van Dine hat sie formuliert. So geht es immer um ein Schwerverbrechen und am Ende siegt die Gerechtigkeit. Dieser Vorgaben erleichtern es, sich zu einigen“, versucht Reinhard Junge eine Erklärung. - „Ich könnte mir nicht vorstellen“, schiebt Bogenstahl nach, „einen Liebesroman gemeinsam mit Reinhard zu schreiben, weil unsere Vorstellungen da einfach zu unterschiedlich sind. Auch ein Fantasy-Epos wäre fast unmöglich.“ - Es deutet also alles auf einen weiteren gemeinsamen Kriminalroman hin.


Das Buch
Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge: Datengrab. Grafit-Verlag. ISBN 978-3-89425-480-3

Termin
- Am Mittwoch, 16. November, lesen Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge in der Mayerschen Buchhandlung, Kortumstraße 68-71. Die Veranstaltung beginnt um 20.15 Uhr.
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