Baugenehmigung bewilligt – aber wie? Stadt fragt Zufriedenheit der Bauwilligen ab

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Wie einfach oder schwer es ist, an eine Baugenehmigung zu kommen, das fragt die Stadt Bochum derzeit ab.
Mit einem Fragebogen prüft das städtische Bauordnungsamt in den kommenden Wochen die Zufriedenheit der Bochumer Bauherren, Architekten und Wohnungsbaufirmen. Die Befragung erhalten circa 2200 Bochumer Bauwillige auf dem Postweg und werden gebeten, ihre Erfahrungen und Meinungen zum Genehmigungsverfahren der Bauaufsicht kundzutun. Auf zwei Seiten fragt die Behörde ab, wie die Bauherren bei Bauvoranfragen und -anträgen beraten und begleitet wurden. Auch wie zufriedenstellend die Erreichbarkeit, Fachkompetenz, Internetpräsenz und das Genehmigungsverfahren aus Sicht der Kunden ist, soll erfragt werden.

„Wir möchten herausfinden, wo wir beim Erteilen einer Baugenehmigung etwas verbessern können“, erläutert Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke. Im Vorfeld seines Amtsantritts im Oktober 2015 führte Dr. Bradtke viele Gespräche mit Investoren, niedergelassenen Architekten und Bauherren. Dabei hörte er häufig, es sei nicht so einfach, in Bochum an eine Baugenehmigung zu kommen. Pauschalurteile und Einzelanekdoten, mag der Stadtbaurat nicht generell gelten lassen. „Wir möchten das qualifiziert prüfen und herausfinden, woran das liegen könnte“, erklärt er. „Vielleicht sind die 40 Mitarbeiter schlicht zu wenig, um die Flut von etwa 1800 Bauvoranfragen und -anträge jedes Jahr zu bewältigen.“

„Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass auch die Mitarbeiter herausfinden möchten, wie gut die Kundenzufriedenheit ist“, sagt Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke, „Denn dabei kann eben auch Kritik aufkommen.“ Deshalb habe man auch Frank Oldach, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Bochum, miteinbezogen, damit die Selbstanalyse für die Mitarbeiter verträglich abläuft. „Sollten Personen aus dem Bauordnungsamt persönlich angegriffen werden, so wird der Name geschwärzt oder der Fragebogen entfernt. Die Befragung läuft generell anonym ab – zum Schutze der Befragten, aber eben auch der Mitarbeiter“, erklärt Frank Oldach. Die Auswertung nehme die Statistikstelle der Stadt in einem geschützten Raum vor. „Auch ich habe dazu keinen Zutritt, sondern erhalte nur die Ergebnisse“, ergänzt der Stadtbaurat. Zudem hat die Statistikstelle zur Erstellung des qualifizierten Fragebogens beigetragen und wertet ihn auch aus.

Bis zum 18. März, dem Freitag vor dem Start der Osterferien, sollen die ausgefüllten Bögen zurückgeschickt sein. „Wir hoffen auf einen Rücklauf von mindestens 20 bis 30 Prozent“, schildert Dr. Markus Bradtke. „Das ist die Spanne, mit der Marktforschungsunternehmen zufrieden sind.“
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