Stadt und EGR sanieren Ostbach - Grundwasser wird gereinigt

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Die Grundwasserreinigungsanlage im Hiltroper Park – nahe der Quellen nördlich des Kindergartens an der Dreihügelstraße – ist in Betrieb genommen worden. Ausgangspunkt dieser Grundwassersanierung ist das Gelände der ehemaligen Zeche Lothringen V am Castroper Hellweg. Dort wurde von 1926 bis 1991 Bauholz unter anderem mit Chromsalzen imprägniert, die ins Grundwasser gelangten.

Chromsalze sind sehr gut wasserlöslich – und giftig. Über Quellen verlässt das belastete Grundwasser den Untergrund und läuft an der Erdoberfläche in den Ostbach. Seit 2009 haben das Umwelt- und Grünflächenamt und die Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum mbH (EGR) umfangreiche
Untersuchungen in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse erlaubten es den Fachleuten, die belasteten Bereiche genau zu lokalisieren. Sie sind etwa 1,2 Kilometer lang und 500 Meter breit.

Im August führten Bagger und Radlader im Bereich der belasteten Quellen umfangreiche Erdarbeiten durch. Diese waren erforderlich, um einen Schacht mit einem Durchmesser von zwei Metern unterirdisch in den Ostbach zu setzen. In diesen Schacht fließt das belastete Grundwasser, das mit Hilfe einer Pumpe über Schläuche in die drei angrenzenden gelben Container gepumpt wird. Darin befinden sich die einzelnen Reinigungsstufen, die erforderlich sind, um die Chromsalze aus dem Wasser zu entfernen. Kies und Granulat filtern stufenweise störende Schwebstoffe und Chromsalze heraus. Anschließend wird das gereinigte Wasser wieder in den Ostbach eingeleitet. Da die Reinigungsanlage für den Betrieb Strom benötigt, mussten Leitungsgräben bis zur Dreihügelstraße gezogen und Stromkabel bis zum dortigen Verteilerschrank verlegt werden. Experten schätzen, dass das Grundwasser noch viele Jahre lang gereinigt werden muss.
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