Gelungener Start - Interview zum Moltke Markt mit Herwig Niggemann

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Moltke-Markt (Foto: Molatta)
 
Moltke-Markt (Foto: Molatta)

Den neuen Feierabendmarkt Moltke Markt am Springerplatz haben Herwig Niggemann, Fred Schmidt und Thorsten Strozik gemeinsam mit den Marktbeschickern auf die Beine gestellt. Trotz aller Widerstände im Vorfeld, die Idee eines Feierabendmarktes kommt bei den Kunden gut an. Im Interview mit dem Stadtspiegel erklärt Herwig Niggemann die Eindrücke der Marktpremiere.

Wie ist es bislang gelaufen am Moltke Markt?
Herwig Niggemann: „Die ersten Markttage waren überwältigend: Mit so einem riesigen Andrang haben die Markthändler und wir als Initiatoren nicht gerechnet. Dabei sind sowohl viele Anwohner aus der Nachbarschaft, als auch viele Bochumer aus anderen Stadtteilen gekommen, haben gekauft und „genascht“.

Ist der Markt denn schon komplett oder fehlt noch etwas?
Herwig Niggemann: „Nein, wir sind noch nicht voll da. Es ist ja ein großes Experiment, für das wir die geeigneten Markthändler finden müssen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir in Kürze die Lücken schließen können, die noch bestehen: Zusagen liegen bereits vor für Fisch und Käse sowie einen großen Bio-Anbieter mit Obst und Gemüse. In den nächsten Wochen wird der Markt Stück für Stück auf die geplanten 20 Händler anwachsen. Es ist für die Markthändler auch eine große Herausforderung, denn dazu fehlt meist die personelle Kapazität. Man kann ja nicht von morgens um 5 bis abends um 23 Uhr in einer Schicht arbeiten.

Wo liegen denn die besonderen Stärken des Marktes?
Herwig Niggemann: „Es gibt ein attraktives Fleischangebot auf dem Markt. Dort erhält man die Fleischqualitäten, die man angeblich nur im Internet bestellen kann. Ein Spezialist, der sonst auch am Dom-Markt in Münster steht, ist von den Bochumern begeistert. Mehrfach schon haben sie ihn leergekauft, da er nicht mit so viel Resonanz gerechnet hat. Auch Dirk Kamperhoff, der ja schon lange auf dem Springerplatz dabei war, ist angetan von der neuen Resonanz. Richtig gut läuft es auch für die italienischen Spezialitäten und ihrem Gegenüber mit Oliven, Antipasti und Ölen.

Welche Sortimente sind sonst noch gut vertreten?
Herwig Niggemann: „Blumen! Da sind zwei sehr starke Markthändler dabei, die auch extrem überrascht waren, wie gut die Resonanz gleich von Anfang an war. Sowohl Blumengestecke als auch Schnittblumen wurden gekauft. Der Obst- und Gemüsehändler, die Familie Erkin, findet ebenfalls gute Resonanz. Hier findet man mediterrane Produkte. Und mit Jürgen Sieg ist ein traditio-neller Springerplatzhändler der ersten Stunde mit dabei: seit Ende der 60er ist er schon auf dem Markt.

Wie nutzen die Besucher das „Naschmarkt-Angebot“?
Herwig Niggemann: Auch das ist überwältigend – im wahrsten Sinne des Wortes: die Markthändler müssen da noch viel lernen und ahnten nicht, wie stark die Marktkunden daran interessiert waren. Aber von mal zu mal wird es besser.

Ab wann planen Sie den Dienstag ein? Anfangs hieß es ja Dienstag und Freitag.
Herwig Niggemann: „Lassen Sie uns den Markt mit erstklassigen Markthändlern richtig füllen, lassen Sie die Baustelle der Stadt fertig werden und Routine aufkommen, dann soll der Dienstag mit dazu kommen. Vielleicht passt es mit dem Frühlingsanfang: Da planen wir ein Frühlingsfest auf dem Markt und wollen ihn dann auch offiziell inklusive Dienstag eröffnen. Bis dahin haben wir aber noch einiges Besondere vor. Auch eine Art Vorweihnachtsmarkt soll es geben.“
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