Cup und Lob für den VfL Bochum: "Bis zum Schluss voll durchgezogen!"

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Da ist das Ding: Trainer Ismail Atalan mit dem "Thüringer Mediencup". Fotos: VfL
 
Gleich elf Mal hatte der VfL Bochum in den beiden Tests Grund zum Jubeln.
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Der VfL Bochum sichert sich den ersten Titel der Saison, der Trainer verteilt Lob an seine Mannschaft und die Spieler scheint der Konkurrenzkampf ordentlich zu pushen - wenige Tage vor dem Saisonstart fällt das Vorbereitungsfazit beim VfL ausgesprochen positiv aus.

Dass sich seine Elf beim Thüringer Mediencup so torhungrig präsentierte, hat Ismail Atalan wohlwollend zur Kenntnis genommen. Dem 5:2-Erfolg gegen den frisch gebackenen Drittligisten Carl Zeiss Jena ließ der VfL einen satten 6:0-Sieg über RW Erfurt, ebenfalls Drittligist, folgen. Damit sicherte sich die Mannschaft den Turniersieg samt silbernem Pokal sowie warme Worte des Trainers: „Wir haben eine Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt, die mir sehr gut gefallen hat. Die Mannschaft war bis zur 90. Minute gierig nach mehr. Wir haben bis zum Schluss voll durchgezogen.“

Mit insgesamt elf Treffern in zwei Spielen überzeugte Bochum vor allem offensiv - und das, obwohl mit Lukas Hinterseer einer der beiden neuen Stürmer mit einer Kniereizung passen musste. Aber auch so ist die Konkurrenz für Peniel Mlapa plötzlich groß: Neben dem ebenfalls neu verpflichteten Dimitrios Diamatakos meldet auch Johannes Wurtz ganz vorne Ansprüche an.


"Da geht einem Trainer das Herz auf"


In der defensiven Abstimmung hingegen hatte Atalan gegen Jena noch Nachholbedarf ausgemacht, „weil wir am Anfang zu viele Kontermöglichkeiten zugelassen haben und nicht kompakt genug standen“. Nach dem zweiten Test aber hatte der neue Mann auf der Kommandobrücke nicht nur dank des Turniersieges Grund zur Freude: „Die Mannschaft hat aus dem ersten Spiel gelernt und die Fehler vermieden. Wenn eine Analyse so gut umgesetzt wird, geht einem Trainer das Herz auf.“

Was Ismail Atalan ebenfalls gefallen haben dürfte: Seine Spieler bewiesen auch auf teils ungewohnter Position Einsatzwillen und Engagement und könnten so im Laufe der Saison zusätzliche Variationsmöglichkeiten eröffnen. „Natürlich werden die Spieler schon auf der Position spielen, auf der ich mir auch vorstellen kann, sie dann einzusetzen“, hatte der 37-Jährige vorher erklärt. Das beförderte zum Beispiel dieses Mal einen Tom Weilandt auf die Position des Linksverteidigers, auf der Atalan in Wattenscheid auch Marco Stiepermann bereits getestet hatte.

Mit drei Systemen in die neue Saison


Apropos Test: Während Grundzüge seiner Spielphilosophie wie aggressives Pressing schon deutlich erkennbar waren, nutzte Atalan die Spiele am Wochenende in Sachen Formation noch zum Experimentieren. Neben der klassischen 4-2-3-1-Ordnung und einem flexiblen 4-3-3 wurde auch eine neue 3-2-3-2-Formation mit Doppelsechs und Doppelspitze praktiziert - drei System, „die wir in der Saison spielen werden“, so der Trainer.

Am Mittwoch (19.7., 18.30 Uhr) hat Ismail Atalan gegen Groningen noch einmal reichlich Gelegenheit, etwas auszuprobieren. Am Samstag (22.7.) gegen Borussia Dortmund soll es dann „einen ersten, halben Fingerzeig geben“, wie die Startelf gegen St. Pauli aussehen könnte.
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