Die Oberliga hat sie wieder - Riemker Handballherren siegen in Loxten und steigen auf

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(Foto: Gabi Liebich)
 
(Foto: Gabi Liebich)
Es ist vollbracht: Die Handballherren des SV Teutonia Riemke kehren nur ein Jahr nach dem Abstieg direkt wieder in die Oberliga zurück. Nach dem 30:30 im Hinspiel siegte die Mannschaft von Timo Marcinowski im zweiten Relegationsspiel bei den Sportfreunden Loxten mit 28:22 (10:8). Und als aller Druck abgefallen war, ließen die Grün-Weißen es dann auch so richtig krachen. Nach feucht-fröhlicher Busfahrt Richtung Bochum wurde die abendliche Ruhrcup-Fete spontan in eine Aufstiegsfeier verwandelt.
Auf dem Spielfeld waren die Riemker zuvor noch um einiges verhaltener. Wobei beiden Teams die Anspannung vor der entscheidenden Partie deutlich anzumerken war, die sich in reichlich Nervosität auch aufs Spielfeld übertrug. Und so wurden die rund 800 Zuschauer in der ausverkauften Versmolder Sparkassen-Arena zwar nicht mit spielerischem Glanz, dafür aber mit einer bis zum Schluss spannenden Partie verwöhnt. Die Hausherren mühten sich redlich, konnten den Ausfall ihres Top-Spielers Sebastian Hölmer letztlich aber nicht kompensieren. Am Ende war das Fehlen des Loxtener Shooters, der sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, der ausschlaggebende Faktor, was auch Timo Marcinowski unumwunden zugab. „Seine acht bis zehn Tore haben Loxten gefehlt. Mit ihm gegen uns hätten wir die Partie hier heute sicherlich verloren.“
So aber konnte sich die gewohnt stabile Abwehr der Riemker noch besser auf den Loxtener Angriff einstellen. Musste sie auch, denn die acht Gegentreffer in der ersten Hälfte waren zwar überragend, doch die eigenen Offensivbemühungen waren ebenfalls etwas dürftig. Nur gut, dass sich die Teutonen auf die individuelle Klasse ihres Routiniers Marijo Samija verlassen konnte. Sieben der zehn Treffer in der ersten Hälfte gingen auf sein Konto, der gemeinsam mit der erstklassigen Defensive sowie einem glänzend parierenden Keeper Sven Erzfeld seine Mannschaft im Spiel hielt. Dem Riemker Coach waren die Probleme seiner Akteure im Angriff nicht verborgen geblieben und griff dann doch wieder aktiv ins Spielgeschehen ein. Mit Erfolg: Das 10:8 nach 30 Minuten war der erste Zwei-Tore-Vorsprung für die Teutonen.
Als diese den Vorsprung in der 37. Minute auf 15:11 ausgebaut hatten, schien Loxten endgültig „geknackt“ und einem entspannten Sieg nichts mehr im Wege zu stehen. Doch drei Zeitstrafen innerhalb der folgenden fünf Minuten brachten Riemke kurzzeitig wieder aus dem Tritt und die Gastgeber zurück ins Spiel. Beim 16:15 (47.) war alles wieder offen. Knapp zehn Minuten durfte Loxten noch auf ein Happy-End hoffen, ehe das Rückraumduo Marcinowski und Samija die Teutonia fünf Minuten vor dem Ende auf 21:18 in Front warf und die rund 80 mitgereisten Riemker Fans die ersten Aufstiegsgesänge anstimmten. Als Phillip Speckamp, Andreas Driesel und Alexander Wild zum 24:19 nachlegten und die Uhr keine zwei Minuten Spielzeit mehr anzeigte, kannte der grün-weiße Jubel keine Grenzen mehr. Da fiel auch die rote Karte für Jonathan Geukes in seinem letzten Spiel für die Teutonia nicht mehr ins Gewicht. Seine Teamkollegen ließen nichts mehr anbrennen und dürfen sich nach einer insgesamt tollen Saison auf die Oberliga freuen.
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