Nico Rieble vom VfL Bochum im Interview: „Wollen weiter nach oben klettern“

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Nico Rieble hat sich beim VfL Bochum schon etabliert.
 
Im Sommer holte Sportvorstand Christian Hochstätter den heute 21-Jährigen Nico Rieble aus Hoffenheim nach Bochum.
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Im Kampf um die Startplätze hat Nico Rieble beim VfL Bochum derzeit gute Chancen. Als Linksverteidiger scheint der 21-Jährige nach der Sperre von Timo Perthel zunächst gesetzt. Vor dem dritten Testspiel des VfL bei Darmstadt 98 am Samstag (14.1., 14 Uhr) spricht der Youngster im Interview mit dem Stadtspiegel über die ersten Trainingseinheiten nach der Winterpause, seine persönliche Situation und die Chancen in der Rückrunde.

Nico Rieble, welchen Eindruck haben die ersten Trainingstage und Testspiele nach der Winterpause bei Ihnen hinterlassen?
Nico Rieble: Wir sind besser ins Training gekommen als nach der Sommerpause. Man hat in den zwei Wochen Winterpause nicht viel verloren. Natürlich sind die Beine trotzdem schwer, aber ich denke, wir machen es bis jetzt ganz gut. Das erste Spiel gegen Köln lief noch nicht ganz so, wie wir es uns erhofft haben. Aber im zweiten Spiel gegen Fürth war schon eine deutliche Steigerung zu sehen.

Gertjan Verbeek war trotz des 3:0-Sieges über Fürth nicht zufrieden. Können Sie das nachvollziehen?
Ja klar. Natürlich kann man immer noch Verbesserungsbedarf in allen Bereichen ausmachen, aber allgemein haben wir das schon ganz ordentlich gelöst und es clever gespielt.

Was muss der VfL im Vergleich zur Hinrunde besser machen?
Die fehlende Konstanz war unser Hauptproblem in der Hinrunde. Aber daran arbeiten wir und darum bin ich für die Rückrunde auch guter Dinge.

Kann die Rückkehr länger verletzter Spieler einen zusätzlichen Schub geben?
Auf jeden Fall! Gerade mit Patrick Fabian steht wieder eine weitere Führungsperson mit auf dem Platz, die auch den Mund aufmacht. Kommunikation müssen wir alle noch ein bisschen lernen, gerade bei den jungen Spielern muss sich das erst entwickeln. Wir müssen noch mehr miteinander reden. Aber ich denke, das spielt sich immer besser ein.

Personell hat der Trainer gerade in der Viererabwehrkette wieder mehr Alternativen. Sie selbst scheinen aber zunächst als Vertreter für den gesperrten Timo Perthel hinten links gesetzt. Wie sehen Sie generell Ihre Entwicklung beim VfL?
Ich gebe im Training alles dafür, damit ich die ersten beiden Spiele machen werde, in denen Timo gesperrt ist. Danach wird man dann weitersehen. Generell bin ich hochzufrieden. Vor der Saison war ich selbst nicht sicher, wie ich mich beim VfL eingliedern kann. Ich bin froh, dass ich bis jetzt schon so viele Spiele machen konnte.

Sehen Sie sich weiter als klassischen Perthel-Vertreter oder ist das Selbstbewusstsein so groß, auch andere Ziele anzupeilen?
Ein gesundes Selbstbewusstsein habe ich sicherlich. Aber ich denke von Schritt zu Schritt. Ich habe nicht den Konkurrenzkampf im Kopf, sondern will mich hier in Bochum weiterentwickeln. Je mehr Spiele ich dabei machen kann, desto zufriedener bin ich natürlich.

Wo sehen Sie selbst noch Verbesserungspotenzial? Und was gibt Ihnen der Trainer mit auf den Weg?
Natürlich gibt es von Spiel zu Spiel, von Training zu Training immer mal wieder etwas, wo man Fehler macht und wo man ansetzen kann. Die Konstanz ins Spiel zu bekommen, ist gerade für einen jungen Spieler wie mich ganz wichtig. Und je mehr Spielzeit man bekommt, desto ruhiger wird man. Das schwankt bei mir noch von Spiel zu Spiel.

Was trauen Sie dem VfL Bochum in der Rückrunde noch zu?
Wir wollen in der Tabelle weiter nach oben klettern. Aber wir sollten von Spiel zu Spiel denken, nicht zu weit in die Zukunft schauen. Ein großer Punkteunterschied zum oberen Tabellendrittel ist es nicht. Wenn wir unsere Fehler aus der Hinrunde abstellen, bin ich guter Dinge, dass wir noch weiter nach oben klettern werden. Wie hoch am Ende, das wird man dann sehen.
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