35 Jahre Stadtspiegel: „Wo sind die vielen Jahre geblieben?“

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Hannelore Bahl, stellvertretende Geschäftsstellenleiterin. (Foto: Kappi)
 
Christiane Eigenbrod, Assistenz der Geschäftsstellenleitung. (Foto: privat)

Nach über drei Jahrzehnten Stadtspiegel in Bottrop wird es Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Wie haben die langjährigsten Mitarbeiter vor Ort die letzten Jahre und Jahrzehnte erlebt? Christiane Eigenbrod (Assistenz der Geschäftsstellenleitung, seit 33 Jahren dabei) und Hannelore Bahl (stellvertretende Geschäftsstellenleiterin, seit 30 Jahren in Bottrop tätig) erinnern sich gerne.

35 Jahre ist eine lange Zeit. Was ist Euch aus Euren ersten Tagen beim Stadtspiegel in Erinnerung geblieben? Wie sah es hier damals aus?

Christiane Eigenbrod:
Als ich im Januar 1983 hier anfing, war die Geschäftsstelle gerade mal drei Monate „alt“. Die ersten zwei Jahre wurden die Bottroper Kunden über die Filiale in Gladbeck betreut. Im September 1982 entschied man sich dann, auch in Bottrop eine Geschäftsstelle zu eröffnen, die zunächst aus einem Büro und einem Abstellraum bestand.
Im hinteren Teil des Gebäudes war eine Hydraulikfirma ansässig, neben uns der Verein „Haus und Grund“. Nach einigen Jahren zog die Hydraulikfirma aus und wir übernahmen diese Büros. Als dann nach einigen weiteren Jahren auch die Räumlichkeiten neben uns frei wurden, übernahmen wir auch diese, so dass wir mittlerweile das gesamte Erdgeschoss „belagern“.

Was ist aus heutiger Sicht der größte Unterschied zu damals?

Christiane Eigenbrod:
Bei der ganzen Technik heute ist es kaum noch vorstellbar, wie wir damals gearbeitet haben, beziehungsweise mit was. Die ersten Jahre hatten wir gerade einmal ein paar mechanische Schreibmaschinen, auf denen man dann die Anzeigenmanuskripte in 3-bis 4-facher Ausfertigung mit Durchschlagpapier geschrieben hat.
Da musste man dann schon recht kräftig in die Tasten hauen.
Ähnlich erging es den damaligen Redakteuren. Auch dort wurden die Texte per Schreibmaschine auf Recycling-Papier getippt und im Original dann zur Satzstelle weitergegeben. Computer, Scanner, Emails waren noch in ferner Zukunft für uns. Das hat sich dann aber im Laufe der Jahre – Gott sei Dank – geändert.

Hannelore Bahl:
Die Angebots-Vielfalt und die Technik. Die Werbemöglichkeiten damals beschränkten sich nur auf Print, Anzeigen oder Beilagen. Heute gibt es nicht nur Anzeigen und Beilagen, es gibt sogar Aufkleber mit oder ohne Duft, Seiten zum Abreißen, Seiten zum Aufklappen, Internetauftritte im Lokalkompass oder auf Facebook, beispielsweise„We love Bottrop“.

Gab es auch etwas, dass vor 30 Jahren besser war?

Hannelore Bahl:
Wir hatten mehr Zeit zum Durchatmen (grinst).

Christiane Eigenbrod:
Früher hatten wir zwar nicht die Technik von heute, dafür war aber auch der „Aufwand“, eine Kleinanzeige zu erfassen, wesentlich einfacher und geringer. Man füllte ins Manuskript den Kontakt und dann noch den Text ein und war so gut wie fertig.
Im Zeitalter des Computers muss man heute bei der Anzeigenerfassung wesentlich mehr Daten einpflegen, das heißt man benötigt für die Anzeigenannahme doch mehr Zeit und muss viel mehr beachten.

Bestimmt hat es im Laufe der Zeit auch grundlegende Veränderungen gegeben. Welche Herausforderungen musstet ihr meistern?

Hannelore Bahl:
Mit dem Einzug von e-Mails und später die Einführung von SAP und PPI war die Vernetzung perfekt.

Christiane Eigenbrod:
Die Verteilung des Stadtspiegels erfolgte zu Anfang noch über eine Fremdfirma. Mitte der 80er Jahre wurde dann ein Eigenvertrieb von uns aufgebaut.
Das war auch gar nicht so einfach. Man musste die Gebietsgrößen festlegen, eine Zählung aller Haushalte durchführen etc. Aber ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen.

1980 war der Betrieb ja noch kleiner. Wie klein genau?

Christiane Eigenbrod:
Wir haben hier mit fünf Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in einem Büroraum angefangen. Heute sind wir - unsere Zeitungszusteller einmal ausgenommen - 15 Kollegen in acht Büroräumen.

Und wie geht’s jetzt weiter?

Hannelore Bahl:
Wir sind immer offen für neues. Alles weitere gerne persönlich.

Christiane Eigenbrod:
Wenn ich zurückschaue kann ich nur sagen: Wo sind die vielen Jahre geblieben? Eigentlich wie im Fluge vergangen.
Das liegt aber auch zum großen Teil daran, dass die Arbeit nach wie vor Freude macht, durch den Umgang mit unseren Lesern und Kunden immer abwechslungsreich bleibt und wir vor allen Dingen in einem tollen Team arbeiten, in dem alle an einem Strang ziehen.

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