Erklärung zum Austritt von Sahin Aydin aus der Ratsgruppe DIE LINKE

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LINKEN-Ratsgruppensprecher Christoph Ferdinand

LINKEN-Ratsgruppensprecher Christoph Ferdinand zum Austritt von Sahin Aydin aus der Ratsgruppe DIE LINKE:
"Mit großer Überraschung haben wir die Erklärung von Sahin Aydin zur Kenntnis genommen, nach der er seine Mitgliedschaft in der Ratsgruppe DIE LINKE. Bottrop beenden will. Diese Erklärung ist für uns weder in der Sache noch in der Begründung nachvollziehbar. Wir fordern Sahin Aydin auf, diesen Schritt umgehend rückgängig zu machen.

Aydin behauptet, er sei gegen seinen Willen aus einem Ausschuss abberufen worden. Diese Behauptung ist falsch:
Es geht dabei um den beratenden Sitz im Verwaltungsrat der BEST. Diesen hatte bisher Christoph Ferdinand inne. Sahin Aydin war dessen Stellvertreter. Christoph Ferdinand hat die Funktion aus beruflichen Gründen im Oktober 2013 endgültig zur Disposition gestellt. Im Rahmen der regelmäßigen gemeinsamen Besprechung von LINKEN-Ratsgruppe und -Kreisvorstand („Montagskreis“) ist am 21. Oktober 2013 verabredet worden, dass Dieter Polz diese Funktion übernimmt. An Sahin Aydins Stellvertreterfunktion hatte sich dadurch überhaupt nichts verändert.
Herr Aydin hat an diesem, sowie weiteren Montagskreisen in Folge, unentschuldigt nicht teilgenommen.

Die Umbesetzung im Verwaltungsrat BEST ist also seit längerem bekannt.
Sie war auch Gegenstand der Sitzung des Hauptausschusses am 12. November und der Ratssitzung am 26.11.2013. An beiden hat Aydin teilgenommen. Er hat weder in der Hauptausschussitzung noch in der Ratssitzung gegen diese Umbesetzung gestimmt und es auch nicht thematisiert.

Seine abweichende Auffassung bzgl. der Frage des BEST-Verwaltungsrates hat er erst am 27.11., also unmittelbar vor seiner Austrittserklärung, gegenüber Ferdinand völlig überraschend mitgeteilt. Aydin war dazu auch leider nicht gesprächsbereit und hat dann die Öffentlichkeit über seinen Austritt aus der Ratsgruppe informiert.

Ferner führt Aydin an, er werde im Kreisverband isoliert und ignoriert.
Auch das können wir nicht nachvollziehen:
Aydin hat sich zu Beginn dieses Jahres ohne vorherige Ankündigung zum Kreisverband Oberhausen umgemeldet. Das hat uns überrascht. Er hat auch an den Mitgliederversammlungen des KV Bottrop nicht mehr teilgenommen. Das hätte er aber tun können, diese sind parteiöffentlich für alle Mitglieder der Partei bundesweit. An den Montagskreisen hat er zunächst noch regelmäßig teilgenommen.
Aydin gibt an, er habe von Medienveröffentlichungen der Partei „aus der Presse“ erfahren. Das ist unrichtig. Pressemitteilungen der Bottroper LINKEN werden regelmäßig allen Aktiven via Email zugänglich gemacht.

Es gab mit Aydin in der jüngeren Vergangenheit aber Differenzen bzgl. formaler Fragen, etwa der Abstimmung von Presseerklärungen oder seiner zuverlässigen, regelmäßigen Teilnahme an den Montagskreisen.

Deshalb haben der Kreisvorstand und der Ratsgruppenvorsitzende Ferdinand am 21. Oktober 2013 den Landesgeschäftsführer Sascha Wagner um Vermittlung gebeten.
Dieses Vermittlungsgespräch fand am 5. November statt. Es endete mit einer einvernehmlichen Vereinbarung aller Beteiligten, also auch Herrn Aydin. Diese Vereinbarung über das weitere Vorgehen in den oben genannten Bereichen wurde vom Landesgeschäftsführer schriftlich fixiert und den Teilnehmern zugestellt. Niemand, auch Aydin nicht, hat diesem Schriftstück widersprochen.

Daher waren die oben beschriebenen Differenzen aus Sicht des Ratsgruppenvorsitzenden und des Kreisvorstandes ausgeräumt.
Aydin hat dann auch wieder am folgenden Montagskreis am 18.11.2013 teilgenommen. Er hat dort auch die Frage des BEST-Verwaltungsrates nicht
thematisiert.

Ganz im Gegenteil: Aydin hat unmittelbar danach der Landesgeschäftsstelle der LINKEN mit elektronischem Schreiben vom 20. November 2013 mitgeteilt, dass er wieder zurück in den Kreisverband Bottrop wechselt.

Wir fordern Sahin Aydin auf, in die Ratsgruppe zurückzukehren. Wir sind in der Sache auch weiter gesprächsbereit.

Wir werden in jedem Fall unsere Arbeit für ein soziales Bottrop ebenso konsequent wie bisher fortsetzen. Das sind wir unseren Wählerinnen und Wählern schuldig."
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Sahin Aydin aus Bottrop | 24.12.2013 | 14:08  
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