Debüt als Solokünstler: Lions-Hilfswerk Castrop-Rauxel übergibt Geige als Dauerleihgabe

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foto thiele

„Geige spielen ist mein Leben.“ Ein besonderer Tag war der vergangene Samstag (20. Mai) für Peter Son Götz. Der 16-jährige Violinist aus Marl hat in der Bluebox im Erin-Park nicht nur sein erstes Solokonzert gegeben, sondern auch vom Lions-Hilfswerk Castrop-Rauxel eine 18.000 Euro teure Geige als Dauerleihgabe erhalten.

„Seit 2005 setzen wir uns für die Förderung junger Musiker ein“, erläutert Dr. Stefan Fromm vom Hilfswerk. Jährlich veranstaltet es ein Konzert, dessen Erlös einem Nachwuchskünstler zugute kommt. In diesem Jahr wollte das Lions-Hilfswerk anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums etwas Besonderes machen. „Wir haben uns entschlossen, eine Geige zu kaufen, und sie Peter Son Götz zur Verfügung zu stellen, damit er sich weiterentwickeln kann.“ Die Violine des Geigenbauers Falk Peters aus Aachen könne einer Stradivari oder Guarneri die Stange halten, so Fromm.
Natürlich konnte Götz, der seit Januar am Detmolder Jungstudierenden Institut (DJI) der Hochschule für Musik studiert, schon vor dem Konzert auf dem Instrument üben. Denn wie der 16-Jährige erklärt, „ist eine Geige das schwierigste Instrument“. Darauf könne man gar nicht genau genug spielen.

Programm selbst zusammengestellt

Das Programm für sein erstes Solokonzert, bei dem er von Gabriella Karácsonyi am Klavier begleitet wurde, hat er selbst zusammengestellt. „Die Stücke von Tartini, Wienawski und Ysaye habe ich schon in Wettbewerben gespielt. Die gehören zu meinem Standardrepertoire.“ Dazu wählte er Werke von Bach und Kreisler. Etwa drei Monate hatte er Zeit, sich auf seinen Auftritt vorzubereiten. „Da musste ich mich richtig reinhängen.“
Im vergangenen Jahr belegte Peter Son Götz im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit der Violine den ersten Platz. Daneben spielt er Klavier und belegte damit dieses Jahr den zweiten Platz. „Das ist außergewöhnlich. Er muss als hochbegabt eingeschätzt werden“, sagt Stefan Fromm.

Vom Lehrer entdeckt und "adoptiert"

Dabei stammt Götz aus einer Familie, die gar nicht musikalisch veranlagt ist. In seiner Grundschulzeit in der Streicherklasse entdeckte sein Lehrer seine Begabung und gab ihm Einzelunterricht. „Er hat mich sozusagen adoptiert“, erzählt Peter Son Götz, der seitdem bei seinem Lehrer und dessen Frau lebt.
Täglich übt der 16-Jährige drei bis vier Stunden, um sein Ziel zu erreichen, Berufsmusiker zu werden. Wie sich das anfühlen könnte, hat er vergangenes Jahr erfahren, als er als Solist mit dem Symphonieorchester Rzeszów in Polen auftrat. „Das war mein größter Erfolg. Und das Solokonzert heute.“
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