Eine Weihnachts- (Markt) Geschichte…Die Akteure

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1. Das Refugium für Tiere in Not e.V.

Als ich diesen Namen zum ersten Mal hörte, war ich erstaunt, dass es so etwas in Castrop zusätzlich zu unserem ansässigen Tierheim gibt. Neugierig habe ich Frau Joswig, die seit diesem Jahr 2. Vorsitzende des Vereins ist, natürlich gefragt, was man sich genau darunter vorzustellen hat und was denn am Refugium so anders ist als am Tierheim. Frau Joswig, eine robust wirkende Frau mit einem ernsten, aber offenen Blick begann sofort mit einem Lächeln zu berichten.
Im Refugium geht es nicht darum das die Tiere vermittelt werden. Hier kommen auch alte Tiere hin, die einfach einen Platz brauchen, an dem sie bleiben können bis zum Ende. So habe man zum Beispiel drei Esel, die dort ihr Zuhause gefunden haben. Elfi mit ihrem Sohn Emil und den vor nicht allzu langer Zeit dazu gekommenen Balu, der wegen seiner kaputten Hufe „Schuhe“ tragen muss, damit er sich ohne Probleme bewegen kann. Außerdem gibt es Enten und Hühner, die aus schlechter Haltung kommen und ihren Weg so zu „Tiere in Not“ gefunden haben. Verärgert ist die 2. Vorsitzende darüber, dass solche Tiere aus Spaß zu Feierlichkeiten verschenkt werden, dann niemand mehr weiß was man damit anfängt und es den Tieren schlecht geht. Irgendwann legt man sie einfach ab wie ein lästig gewordenes Spielzeug. Solches Verhalten ist in den Augen der Rentnerin absolut unverständlich und nicht akzeptabel. Auch 7 Hunde und unzählige Katzen nennen den Hof ihr Zuhause.
Der Verein Refugium für Tiere in Not e.V. wurde vor ca. 7 Jahren von der heute über 70 jährigen Frau Balz gegründet, die bis heute die Zügel fest mit in der Hand hält und auch immer noch auf dem Hof wohnt. 30 Mitglieder, die sich ehrenamtlich engagieren, gibt es derzeit. Finanziert wird das Ganze nur durch Spenden und private Zuwendungen.
Dadurch, dass alle Helfer unentgeltlich bei der guten Sache sind, können alle gespendeten Mittel zu 100% in die Schutzhofkasse gehen.
Frau Joswig, die sich im Namen des Schutzhofs mit ihren Kollegen an dem Weihnachtsmarkt beteiligt, kam selbst über das „Gassigehen“ zum Verein. Erst nur als zahlendes Mitglied und Helferin, beschloss sie in diesem Jahr allerdings noch weiter zu gehen und stellte sich zur Wahl als 2. Vorsitzende.
Mit dem Verkauf von Weihnachtsartikeln und selbstgemachten Gestecken, die übrigens so gestaltet sind, dass sie auch zu anderen Jahreszeiten in der Wohnung bleiben können, wollen sie und ihre Kollegen die Vereinskassen wieder etwas füllen um die gute Pflege ihrer Schutzbefohlenen garantieren zu können. Der Weihnachtsmarkt „Am Schellenberg“ ist also eine ideale Plattform dafür, denn hier fallen keine Standgebühren an, die später vom Erlös abgezogen werden müssen. Der Reingewinn kann eins zu eins an die Tiere gehen. Unterstützung werden sie Übrigens von den drei oben erwähnten Eseln bekommen, sollte das Wetter es zulassen.
Die Betreiber des kleinen Marktes finden, dass gerade ihr Markt sich für so etwas anbietet, da auch kleine Stände nicht im Prunk und Pomp großer Schausteller untergehen. So ist neben dem Kauf des ein oder anderen Kleinods auch noch Zeit für ein wenig Information rund um die gute Sache.

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