Fragen der Integration klären: Drei Fragen an Sozialdezernentin Regina Kleff

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Nachdem es zweieinhalb Jahre keine Beigeordnete für Soziales in Castrop-Rauxel gab, hat Regina Kleff die Stelle übernommen. Wir wollten von ihr wissen, wie gut aufgestellt der Bereich Soziales ist und wo sich etwas tun muss.

Was würden Sie im Bereich Soziales als „größte Baustelle“ in Castrop-Rauxel bezeichnen? Was haben Sie sich als erste und wichtigste Aufgabe vorgenommen?

Regina Kleff: Der Bereich Soziales (...) vereint alle Themen, die für die Menschen in unserer Stadt von Bedeutung sind. (…) Wir werden Kita-Plätze schaffen, die Schulentwicklungsplanung fortschreiben und Fragen der nachhaltigen Integration unter sozialräumlichen Aspekten klären – darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Aufgaben.

Ihre Vorgängerin, Petra Glöß, hatte bei ihrer Verabschiedung im April 2014 angedeutet, dass bis zum Ende ihrer Amtszeit bei der schulischen Inklusion noch nicht so viel passiert sei. Wie sieht die Situation heute in Castrop-Rauxel aus? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Ich denke, es ist wesentlich, dass Eltern für ihre Kinder ein Wahlrecht haben. Der Gedanke der Inklusion ist gut und richtig, aber er bedarf einer Umsetzung mit Augenmaß.
Da gehen wir (...) so vor, dass wir das Angebot an Förderschulen weiterhin vorhalten, die Entwicklung der Inklusion in den Regelschulen jedoch unterstützen und besonders die Zusammenarbeit mit den Schulen hinsichtlich Ausbau und Ausstattung, Information für Eltern sowie Medien- und Diagnosezentrum voranbringen wollen.

In welchem Bereich ist Castrop-Rauxel Ihrer Einschätzung nach schon gut aufgestellt?

Ich denke, dass wir gut aufgestellte Bereiche haben, in denen engagiert und ressourcenorientiert, bei extrem schwacher Finanzlage, gearbeitet wird.
Es gibt immer Themen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt mehr öffentliche Wahrnehmung auf sich ziehen als andere, ohne dass dies eine Aussage über die Gesamtheit des Aufgabenspektrums, hinsichtlich gut und weniger gut oder wichtig und weniger wichtig, zulassen sollte. (...)
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