Ickerner Friedhof: Stadtverwaltung erteilt Vorschlag der FWI eine Absage

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Etwa auf dieser Höhe der Waldenburger Straße in unmittelbarerer Nähe der Emscher wünscht sich die FWI einen weiteren Zugang zum Ickerner Friedhof, um den Fußweg vor allem für ältere Menschen abzukürzen. (Foto: Thiele)

Einen neuen zusätzlichen Zugang zum Ickerner Friedhof an der Waldenburger Straße im Bereich der provisorischen Stellplätze wünscht sich die FWI. Auf ihre Bitte hin hat die Stadtverwaltung die Möglichkeit überprüft, wird im kommenden Bauausschuss am Donnerstag (4. Februar) aber vorschlagen, den neuen Eingang nicht zu schaffen.

Wie Günter Beyer (FWI) während einer Ausschusssitzung im vergangenen August darlegte, plädiert die FWI dafür, einen zusätzlichen Eingang in der Nähe der Brücke über die Emscher einzurichten, um vor allem für ältere Menschen den Fußweg zum Friedhof zu verkürzen.
Schon damals erklärte Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, dass ein weiterer Zugang aber nur eine minimale Weg-Einsparung bedeuten würde, während der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt zusagte, dass man das „Für und Wider gegeneinander setzen“ und sich in der nächsten Sitzung dazu äußern wolle.
Mittlerweile ist die Prüfung durch die Stadtverwaltung erfolgt. Wie in der Sitzungsvorlage erläutert wird, würde der Weg entlang einer Beispielroute bis zur Trauerhalle vom Eingang an der Straße In der Wanne aus etwa 407 Meter betragen und von dem möglichen neuen Eingang aus circa 253 Meter.

Verwaltung möchte keinen Zugang

Nichtsdestotrotz „möchte die Verwaltung der Politik vorschlagen, den Eingang nicht zu schaffen“, erklärte Dobrindt bei einem Pressetermin im Vorfeld der Ausschusssitzung am 4. Februar. Denn bei der Stadt befürchtet man, dass der Zugang „von vielen benutzt wird, die lediglich eine Abkürzung in Anspruch nehmen wollen“.
Während der Baumaßnahmen an der Brücke Waldenburger Straße war der Zugang zum Friedhof über den provisorischen Parkplatz möglich. „Damals konnten wir jede Menge Erfahrungen sammeln, und der Zugang hat zu einigen Konflikten geführt“, so Dobrindt.
Breuer erläuterte, welche Probleme genau der Zugang mit sich bringen würde. „Ein Friedhof soll ein Stück weit ein geschützter Ort sein, an dem es anders zugeht als auf der Straße.“ Eine Öffnung an dieser Stelle würde jedoch dazu führen, dass Schüler den Friedhof als Abkürzung nähmen, wobei er in ihrem Fall vor allem eine erhöhte Lautstärke befürchtet.

Besucher mit Hunden

Außerdem würden Hundebesitzer den Zugang nutzen, so Breuer. Denn obwohl es nun gestattet ist, einen angeleinten Hund auf städtische Friedhöfe mitzunehmen, solle diese Erlaubnis nur für Friedhofsbesucher gelten, nicht für Menschen, die dort ihren Hund ausführen möchten.
„Wenn der Eingang eine substantielle Verbesserung wäre, würden wir ihm zustimmen, aber das ist er nicht“, so Breuer. „Wir haben schon im Auge, dass viele Friedhofsbesucher älter und nicht mehr so mobil sind. Da können 150 Meter viel sein“, sagt er über die Einsparung, die sich durch den von der FWI gewünschten Zugang ergebe. Zugleich verweist er jedoch darauf, dass die Wegstrecke auf dem Friedhof einen Kilometer lang sei. Eine gewisse Mobilität der Besucher sei daher in jedem Fall nötig.
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3 Kommentare
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Wolfgang Höffchen aus Castrop-Rauxel | 30.01.2016 | 09:30  
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 02.02.2016 | 08:46  
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 02.02.2016 | 09:19  
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