„So wenig Privates wie möglich“: IT-Experte Alexander Winter gibt Tipps für eine verbesserte Computer-Sicherheit

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IT-Experte Alexander Winter (l.) rät seinen Kunden zu einem umfangreichen Anti-Viren-Schutz. Foto: Thiele
„Persönliche Sachen bespreche ich mit meinen Freunden im Garten, aber ganz sicher nicht im Internet“, stellt Alexander Winter klar. Der IT-Fachmann ist überzeugt: Im Netz wird nach wie vor viel zu viel Privates preisgegeben – nicht selten aus purer Unwissenheit. Auch die Debatte um die NSA habe zu keiner erhöhten Wachsamkeit geführt, so seine Beobachtung. Im Gespräch mit dem Stadtanzeiger gibt Winter Tipps, wie man sich und seinen Computer besser schützen kann.

Dass man auf Facebook nicht alles von sich preisgeben sollte und es wichtig ist, genau darauf zu achten, wem man bestimmte Informationen zugänglich macht, dürfte den meisten Nutzern bekannt sein. Alexander Winter geht noch einen Schritt weiter: „Ganz ehrlich, ich persönlich würde dort maximal meinen Namen angeben. Wenn ich mich über Facebook mit Freunden unterhalten möchte, muss ich dafür weder meinen Geburtstag oder Geburtsort noch meine Adresse oder sonstige Informationen preisgeben“, erklärt er.
Auch gelte es zu bedenken: „Man kann Facebook zwar sicher einstellen und dafür sorgen, dass tatsächlich nur ausgewählte Leute bestimmte private Informationen über mich erhalten. Das Problem ist nur: Was mache ich, wenn zum Beispiel der Freund, der meine privaten Informationen einsehen darf, die Sicherheitslücke nicht schließt? Was passiert mit meinen privaten Daten auf seinem Rechner?“
Das Schreiben von E-Mails halte er grundsätzlich für sicherer als die Kommunikation über Facebook. „Da können höchstens die Amerikaner mitlesen“, lacht der 48-Jährige.
Zu erhöhter Vorsicht rät Winter auch beim Online-Banking. „Wenn ich Online-Banking vermeiden kann, würde ich es tun“, so seine Überzeugung. Ansonsten sei es empfehlenswert, die Bankgeschäfte an einem Rechner zu tätigen, den man nicht für seine private Kommunikation nutze. „Man darf seine Bankdaten auf keinen Fall auf dem Rechner speichern“, mahnt er. Gleiches gelte für das Smartphone.
Auch sei es ratsam, die Adresse der Bank nicht über Google zu suchen oder die auf dem Browser gespeicherte Adresse zu öffnen, sondern sie immer wieder neu von Hand einzugeben. „Sonst besteht die Gefahr, dass man auf eine gefälschte Seite gelangt und die Kontodaten von Unbefugten gelesen werden.“
Um seinen Rechner wirksam vor Trojanern schützen zu können, sei es sinnvoll, nicht langfristig auf kostenlose Virenschutzprogramme zurückzugreifen. „Sie sind nur etwas für den Übergang.“ Zuverlässigen Schutz böten beispielsweise die Systeme von „G Data“, „Kaspersky“ oder „Norton“. Es komme allerdings auch darauf an, die richtige Version für das vorhandene Betriebssystem zu finden.
Außerdem empfiehlt der Experte: „Wenn man zuhause aus dem Netz geht, sollte man seine W-Lan-Verbindung immer abschalten, und man sollte darauf achten, dass der W-Lan-Router auf dem neuesten Stand ist. “
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