Friedensdorf Mitarbeiter kehren aus Sri Lanka und Kambodscha zurück

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Einheimische Kinder begrüßten Friedensdorf Leiter Thomas Jacobs. Foto: privat
10 Tage reisten Friedensdorf Leiter Thomas Jacobs und Mitarbeiterin Birgit Hellmuth durch Sri Lanka und Kambodscha, um zahlreiche Friedensdorf Projekte zu begutachten.

Religiöse Radikalisierungen auf Sri Lanka

Gemeinsam mit dem Projektpartner besichtigten Thomas Jacobs und Birgit Hellmuth zunächst auf Sri Lanka die dort seit fast 20 Jahren bestehenden Projekte, die im Rahmen von „Peace Village Sri Lanka“ geführt werden. Das seit 1996 bestehende Friedensdorf Nattandiya bietet regelmäßig interkulturelle Events an, die die Begegnung von singhalesischen, tamilischen und muslimischen Kindern ermöglichen und deren friedliche Verständigung fördern sollen.
Wie wichtig der Erhalt des Projektes sei, wurde auf der Dienstreise deutlich: Die Vertreter des Friedensdorfes registrierten ein verändertes Straßenbild. Im Gegensatz zu der letzten Dienstreise vor zwei Jahren seien die religiösen Gruppen nach außen hin deutlich voneinander zu unterscheiden.

"Es ist wichtig, die Finanzierung der Friedensdorf-Projekte sicherzustellen. Nur mit einem gegenseitigen Verständnis können die jungen Menschen einen Friedensprozess für die zukünftigen Generationen einläuten", erklärt Thomas Jacobs, Leiter des Friedensdorfes.

Neue Basisgesundheitsstationen in Kambodscha geplant

Die politische Situation in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh hielt das Friedensdorf-Team nicht von der Besichtigung der Basisgesundheitsstationen (BGS) ab. Diese grundversorgenden medizinischen Einrichtungen sind Schwerpunkt der Friedensdorf Projektarbeit in Kambodscha. Seit 2002 konnten insgesamt 19 BGS erbaut oder saniert werden. Für das kommende Jahr ist der Bau von zwei weiteren BGS in Planung.
"Die Freude über neue BGS spiegelt die Verzweiflung der Menschen wider. Schwangere aus der Region müssen zukünftig nicht mehr lange Strecken bis zur nächstgelegenen Entbindungsstation auf sich nehmen. Bisher mussten die Menschen viele Strapazen erleiden, um eine medizinische Grundversorgung zu erhalten", so Jacobs.

Neben den Basisgesundheitsstationen unterstützt das Friedensdorf noch weitere Projekte in Kambodscha. Es finanziert beispielsweise gemeinsam mit der „Thüringisch-Kambodschanischen-Gesellschaft“ das COMPED Home. Hierbei handelt es sich um eine Schule für Jugendliche mit Behinderungen, die eine Ausbildung zum Hühner-, Schweine oder Fischzüchter ermöglicht. Das Projekt soll die Grundlage für eine selbstständige Zukunft dieser Jugendlichen schaffen und eine gesellschaftliche Marginalisierung abwenden.
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