Neue Bude mit viel Geschichte - „Blaue Bude“ in Lohberg strahlt in neuem Glanz

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Freunde, Unterstützer und Gäste der "blauen Bude". Foto: jape
 
Viele Gäste kamen zur Eröffnung der "blauen Bude" am vergangen Samstag nach Lohberg. Foto: jage
Die Bude an der Hünxer Straße 422 war schon immer eine gute Anlaufstelle. Als dort vor gut 100 Jahren die erste Straßenbahn nach Lohberg fuhr, stand an dieser Stelle ein Schaffnerhäuschen. Ab den 50er Jahren trugen die Bergmänner nach der Schicht ihre schwer verdiente Kohle zur Bude und für viele Lohberger war der Ort eine Art Treffpunkt. Nach der Schließung der Zeche 2005 machte auch der damalige Betreiber dicht und das kleine Häuschen stand leer.

Im Zuge der Kulturhauptstadt 2010, in der Dinslaken als Local Heros Nr. 1 den Auftakt machte, war es die Kölner Künstlerin mit Lohberger Wurzeln Britta L.QL die dem Kiosk ein Comeback bescherte. Doch gab es kein Bier und keine Tüte gemischtes - Kunst und Kultur sollte in die 13 qm einziehen. Dank zahlreicher Unterstützer gab es im KunstKiosk 422 Ausstellungen, Mitmach-Aktionen, Installationen, Filmvorführungen, Lesungen und Konzerte. Im Oktober 2013 haben die Akteure den KunstKiosk dann zu Garbe getragen.

Dieser Standort sollte aber als Treffpunkt für Menschen weiterleben. Die Unternehmergemeinschaft „Wirtschaft vor Ort“ und das Forum Lohberg nahm sich der Bude an und mussten schnell feststellen, dass hier eine Sanierung nicht mehr in Frage kommt. Nach Absprache und Genehmigung der Stadt Dinslaken haben die Handwerker des Netzwerks das Häuschen abgerissen und wieder aufgebaut.
Am vergangen Samstag, 1. April wurde die „blaue Bude“ eröffnet. „Hier ist es gelungen, ein Ort zu schaffen der vorbildlich für Dinslaken ist“, so Bürgermeister Heidinger. „Der Slogan „ich bin einer von Wir“ steht für das Zusammenleben der Gemeinschaft und für den Zusammenhalt.“

Die „blauen Bude“ ist für die Menschen vor Ort gedacht. Das Program für 2017 ist bunt gemischt, als Podest für Vereine und gemeinnützige Institutionen. Janet Rauch vom Forum Lohberg: „Wir möchten mit den Veranstaltungen nicht die Idee vom KunstKiosk aufnehmen, dass können wir auch gar nicht.“ Weniger Kunst dafür mehr Geschichte für Groß und Klein. „Ich bin einer von Wir“ steht in bunten Buchstaben über dem Kiosk. „Der Satz steht für das Team der Lohberger Azubis, die beim Aufbau mitgeholfen und auch die Buchstaben gefertigt haben“, so Gilbert Kuczera vom Forum Lohberg. Zur Eröffnung spielten „Pont neuf“ natürlich auch das Steigerlied, es wurde geredet und sich ausgetauscht. Ein gelungener Auftakt für die „blaue Bude“.

Programm-Highligths:
17. Mai, ab 10 Uhr - Geschichten vom Grubenpferd, Reitverein Hubertus erzählt und bringt Pony Henry mit
21. Mai, ab 11 Uhr - Lieder des Protestes von Wader bis Süverkrüp
11. Juni, ab 11 Uhr - Kleintier - und Kaninchenzucht in der Kolonie, Kaninchenzuchtverein R71 stellt sich vor
25. Juni, ab 14 Uhr - Freundeskreis DIZEUM und Reitverein Hubertus, Bergbaugeschichten aus der Gezähekiste
2. Juli, ab 11 Uhr - das Rennpferd des kleinen Mannes, Brieftaubenverein Dinslaken e.V. ist vor Ort

Handwerker und Unterstützer der "blauen Bude":
Tischlerei Büttgen & Schorsch, Dachdeckermeister Umberto Neubauer, Heizung-/Sanitär Jörg Reinig, Elektro van de Loo, Hoch- Beton- Stahlbau Kahmann, Leo IT-Service, Malerbetrieb Heinrichs, HouseGrafic, Ledigenheim Lohberg, RAG Stiftung, Bürgerstiftung der Sparkasse, Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, Stadtwerke Dinslaken
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