Derzeit keine Katastrophenhilfe möglich - Stellungnahme des Friedensdorfes zur Situation auf den Philippinen

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„Keine Nahrung, kein Wasser, keine Medikamente, von einem schützenden Dach über dem Kopf ganz zu schweigen“, so kann man es heute auf diversen Titelseiten lesen, die sich auf verschiedene Nachrichtenagenturen beziehen. Die Zahl der Toten wird inzwischen auf über 10.000 geschätzt. Das Chaos, das der Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen angerichtet hat, verhindert bislang genauere Angaben.

Über die Medienberichterstattung sind ungezählte Menschen sensibilisiert und mobilisiert, viele wollen helfen, doch selbst für die bereits tätigen Hilfsorganisationen gestaltet sich die Versorgung der betroffenen Bevölkerung schwierig.

Auch im Friedensdorf International sind bereits Anfragen eingegangen, ob man in dem südostasiatischen Staat helfen wird. Tatsächlich ist das Friedensdorf seit Jahren in Südostasien aktiv: mit zahlreichen Basisgesundheitsstationen und weiteren medizinischen Projekten in Kambodscha und Vietnam. Das Friedensdorf kooperiert stets mit vor Ort ansässigen Partnern, die als zuverlässige Ansprechpartner fungieren und die ausgefeilte Logistik der Hilfseinsätze und die Verteilung von Hilfsgütern ermöglichen. Auf den Philippinen verfügt das Friedensdorf über keine derartigen Strukturen, weswegen aktuell keine Hilfeleistungen durchgeführt werden können.

Selbstverständlich wird das Friedensdorf aber seriöse Anfragen prüfen, die sich auf die medizinische Behandlung einzelner philippinischer Kinder beziehen, denen vor Ort oder durch andere Organisationen keine Hilfe zuteilwürde.

In seiner 46jährigen Geschichte ist das Friedensdorf bislang nur zweimal als Katastrophenhelfer aufgetreten. Unter anderem als der verheerende Tsunami im Dezember 2004 Sri Lanka traf, leistete das Friedensdorf als eine der ersten Organisationen Hilfe für die Not leidenden Menschen vor allem im Norden des Landes. Diese Notfallhilfe, auf die das Friedensdorf an sich nicht ausgelegt ist, war nur mit Unterstützung des srilankischen Projektpartners möglich, der die notwendige Logistik für den Transport von Hilfsgütern absicherte.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Friedensdorfes hoffen sehr, dass sich die Versorgungslage für die philippinische Bevölkerung schnellstmöglich verbessern wird und Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.
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