Matthäusheim wird Ausweichquartier für Dorstener Familienbildungsstätte

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Am vergangenen Samstag, 16. April, fand in der Pfarrkirche St. Matthäus eine kurzfristig einberufene Pfarrversammlung der Kirchengemeinde St. Matthäus statt. Auslöser für diese außerordentliche Pfarrversammlung war, dass die Familienbildungsstätte Dorsten für einen Übergangszeitraum ein Ersatzgebäude für ihr Wirken gesucht hat.



Hintergrund ist, dass es zukünftig in Dorsten eine gemeinsame Familienbildungsstätte für Dorsten und Marl geben wird. Allerdings muss das Gebäude noch errichtet werden. Da aber der Mietvertrag der Familienbildungsstätte in Holsterhausen Ende 2016 endet, musste nach einer Übergangslösung gesucht werden. Die Familienbildungsstätte Dorsten hat sich deshalb u.a. an die katholische Kirchengemeinde St. Matthäus gewandt. Daraufhin hat sich der Kirchenvorstand St. Matthäus damit einverstanden erklärt, dass die Familienbildungsstätte Dorsten frühestens ab dem 01.12.2016 für die Dauer von bis zu zwei Jahren das Matthäusheim nutzen darf.
Zuvor war für die aus finanzieller Sicht zu klärenden Punkte Einvernehmen zwischen dem Bischöflichen Generalvikariat Münster und der Kirchengemeinde St. Matthäus erzielt worden. „Der Kirchengemeinde St. Matthäus ist klar, dass es durch die neue Situation zu Einschränkungen kommt. So werden für den Übergangszeitraum keine privaten Vermietungen möglich sein.“, erklärte Bernhard Schürmann, vom Kirchenvorstand auf Nachfrage. „Entlastend wirkt, dass die ehemalige Seniorenstube ab dem 01. Juni und für den gesamten Übergangszeitraum der Kirchengemeinde zur Verfügung stehen wird. Der Kirchenvorstand hat die Familienbildungsstätte Dorsten gebeten, die bisherigen Nutzer des Matthäusheims - soweit möglich - in ihr Raumprogramm zu integrieren.“ Pfarrer Peters erklärte zu diesem Thema, dass bereits vor längerer Zeit in einem Gespräch beim Bischöflichen Generalvikariat Münster, in dem es um die Finanzierung der Außenfassade der Pfarrkirche gegangen sei, das Generalvikariat das Thema „Matthäusheim“ angesprochen habe.

Positiv ist zu sehen, dass das Bistum Münster die Pfarrheime über die Schlüsselzuweisungen finanziell unterstützt. Es greift zukünftig aber eine Begrenzung von 100 qm Pfarrheimfläche je 1.000 Gläubige. Zur Gemeinde St. Matthäus gehören ohne Herz-Jesu und ohne St. Barbara überschlägig 3.000 Gläubige, das Matthäusheim hat aber eine Nutzfläche von rd. 800 qm. Hier werde man für die Zukunft nach einer tragfähigen Lösung suchen müssen. Diese könne in einer Renovierung des Pfarrheims bei gleichzeitiger Verringerung der Fläche, eine Integration des Pfarrheims in die Pfarrkirche oder einem neuen Gebäude an der Kirche bzw. in der Nähe der Kirche liegen. Die heutige Größe des Matthäusheims kommt aber aktuell der Familienbildungsstätte Dorsten nun entgegen. Wichtig war dem Kirchenvorstand zu betonen, dass aus Zeitgründen eine vorherige Einbindung der Pfarrgemeinde nicht möglich war.
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