Realistisches Unfallszenario als Übungsabend – Feuerwehr Lembeck probte den Ernstfall

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In einem realistischen Übungsszenario probten die Rettungskräfte der Lembecker Feuerwehr die Bergung einer verletzten Person aus einem schwer verunfallten PKW. (Foto: Bludau)

Lembeck. Eine verletzte Person aus einem Pkw zu befreien, ist in der Regel gar nicht so einfach. Einen Trainingsabend mit einem entsprechenden Unfallszenario führte in dieser Woche die Lembecker Feuerwehr durch.

Dazu ist unter anderem viel Fachwissen, erforderlich wie zum Beispiel über die geeigneten Hilfsmittel. Aber auch die Handhabung der eigenen Fahrzeugtechnik und den Rettungsgeräten auf den Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen Bedarf viel Ausbildung, Training und Erfahrung. Für einige dieser Gerätschaften braucht man sogar eine entsprechende Qualifikation. Wie geht man mit der Seilwinde fachmännisch um, wo kann, wo darf man ansetzten und wie baut man eine Beleuchtung ohne Schattenwurf auf?


Regelmäßige Übungsabende

Auf alle diese Fragen und noch viele mehr müssen die Einsatzkräfte der Feuerwehr im realen Einsatz möglichst schnell eine Antwort parat haben. Aus diesem Grund führen die acht Löschzüge der Feuerwehr Dorsten regelmäßig Übungsabende durch, so wie am vergangenen Dienstagabend (4. Juli) der Löschzug Lembeck in einem Waldgebiet in der Hohen Mark. Die beiden verantwortlichen Übungsleiter Alfred Trockel und Daniel Pohl hatten sich etwas ganz Besonderes überlegt. „Wir wollten den Kameraden ein realistisches Übungsszenario bieten, das sie ohne vorherige Kenntnis abarbeiten sollten.

Jeder Unfall ist anders

Da jeder Unfall anders ist, ist vor allem viel Erfahrung nötig. "Die eigene Sicherheit und das Wohl des Patienten stehen aber im Einsatz immer an oberster Stelle“, erklärt Hauptbrandmeister Daniel Pohl. Und weiter: „Daher haben wir bei diesem Übungsabend großen Wert auf die Praxis gelegt. Hinzu kam erschwerend, dass der Verletzte zwar einen Notruf absetzen, aber keine genauen Ortsangeben machen konnte.“ Für diese Übung wurde angenommen, dass ein Fahrzeug durch zu schnelle Geschwindigkeit aus der Kurve getragen wurde und nun in ein abschüssiges Waldstück zum Stillstand kam. Dabei galt es, eine verletzte, aber nicht eingeklemmte Person aus diesem verunfallten Fahrzeug zu retten. Dazu musste zunächst die Unfallstelle per Koordinaten gefunden und dann der Wagen im Wald gesucht werden. Danach musste er gesichert, der Patient gerettet und anschließend das Fahrzeug noch per Seilwinde geborgen werden. Entsprechendes Löschmittel für einen immer möglichen Brand musste parat stehen und die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet werden. So war für alle Übungsabend-Teilnehmer genügend zu tun.

Nach gut einer Stunde waren alle Aufgaben bestens gelöst worden. Die Ausbilder zeigten sich hoch zufrieden und bedankten sich für die gute Arbeit. Auch Löschzugführer Thomas Hortmann war zufrieden mit seiner Mannschaft. Anschließend ging es zurück zum Gerätehaus, wo es noch eine ausführliche Nachberechnung gab.


Text und Fotos: Bludau
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