Bodensanierung auf dem Werksgelände der ehemaligen Dachpappenfabrik Dr. Kohl geht voran

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Nach dem Abriss der Fabrik erfolgt nun die Bodensanierung. (Foto: Manfred Kramer)

Dorsten. Die Bodensanierung auf dem rund 10.000 m² großen Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik Dr. Kohl an der Straße „Auf dem Beerenkamp“ kommt trotz widriger Witterungsumstände gut voran.

Der erste Sanierungsabschnitt wurde bereits fertiggestellt. Momentan steht die Sanierung der letzten beiden Sanierungsbereiche an. Insgesamt werden nach den aktuellen Planungen am Ende der Maßnahme im Mai ca. 28.500 Tonnen Boden ausgetauscht und durch sauberes Material ersetzt worden sein.

Zuvor mussten die noch vor Ort verbliebenen Bodenplatten und Fundamente sowie ein tiefreichender Schadensherd – eine ehemalige Teergrube – auf dem ehemaligen Fabrikgelände und dem östlichen Nachbargrundstück entfernt werden.

Auch werden die mit Schadstoffen belasteten Auffüllungen unter den Platzbefestigungen im ehemaligen Innenhof des Betriebsgeländes beseitigt. Der belastete Boden wird fachgerecht entsorgt.

Die dazu benötigten LKWs werden vor Verlassen des Geländes mit wasserdichten Planen abgedeckt und – falls erforderlich – die Reifen gereinigt. Es ist mit verstärktem LKW-Verkehr zu rechnen, die den ausgehobenen Boden abtransportieren und neuen Boden anliefern. Nach der aufwändigen Sanierung ist auf dem Standort eine Wohnbebauung geplant.

Der Auftrag für die Bodensanierung wurde vom AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in Abstimmung mit dem Kreis Recklinghausen und der Stadt Dorsten Ende September 2015 an die Bietergemeinschaft Heitkamp vergeben, die im Oktober mit den ersten Arbeiten begann.

Die Arbeiten werden durch einen Fachgutachter begleitet und beaufsichtigt. Fachgutachter ist Robert Kies von der BFUB Gesellschaft für Umweltberatung und Projektmanagement GmbH. Sollte es während der Bauarbeiten Anlass zu Beschwerden geben, wurde ein Beschwerdetelefon unter Tel.: 01575-9221371 eingerichtet, unter der jederzeit ein Verantwortlicher für die Baumaßnahme erreicht werden kann. Natürlich stehen auch die Ansprechpartner bei Stadt, Kreis oder AAV für Fragen gerne zur Verfügung:
Stadt Dorsten: Dagmar Stobbe, Tel.: 02362/663520,
Kreis Recklinghausen: Georg Wohlfahrt, Telefon 02361/535304,
AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung: Dr. Beatrix Haglauer-Ruppel, Tel.: 02324/509425.

Hintergrundinformation zum AAV
Der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung unterstützt in Nordrhein-Westfalen Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn zum Beispiel kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist. Der AAV bringt dabei bis zu 80 % der finanziellen Mittel auf und übernimmt außerdem in der Regel auch die Projektträgerschaft. Der Vorteil ist, dass er dabei seine vielfältigen Erfahrungen in die Sanierungsmaßnahmen einbringt, die er in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 1988 gesammelt hat.

Durch Flächenrecycling und Altlastensanierung werden infrastrukturell gut gelegene Flächen wieder nutzbar gemacht und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Dadurch wird dem zusätzlichen Flächenverbrauch entgegengewirkt.

Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land Nordrhein-Westfalen, die Kommunen des Landes sowie Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft.

Weitere Informationen hierzu unter www.aav-nrw.de.
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