90 Jahre BDFA und die Welt war zu Gast Der World Movie Contest 2017 in Dortmund

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Autoren und Ländervertreter
 
Die Jury
 
Lena Schaumann und Manfred Riep wurden mit der Goldenen BDFA-Nadel geehrt.

Zum achten Mal - in der über 80-jährigen UNICA-Tradition - fand der World Movie Contest in Deutschland, diesmal in Dortmund, statt.

Ländervertreter und Filmautoren aus 30 Nationen waren anwesend, traten mit ihren Filmen gegeneinander an, feierten mit dem BDFA eine ganze Woche lang dessen runden Geburtstag und ließen sich am letzten Abend eine prächtige Geburtstagstorte - in Form einer alten Filmkamera - schmecken. In Marzipan gepresst blickten uns die ersten acht BDFA-Präsidenten der Vereinsgeschichte entgegen während der Song „Happy Birthday to You ...“ aus 250 Kehlen die Luft vibrieren ließ.


Die Eröffnungsfeier am Samstag
fand im hochmodernen, runden Kuppelsaal des neuen Rathauses statt. Ein 35 Mann starker Ruhrkohle-Bergmannschor mit singender Dirigentin, füllte die Rotunde aus und trug erheblich zur Feierlichkeit mit Gänshaut-Feeling bei. Er schaffte es, die Gäste fast zum Weinen zu bringen u.a. mit seinem Steigerlied „Glück auf, Glück auf!“ Ja, die schwarz/roten, mit Goldtrassen abgesetzten Bergmannsuniformen mit ihren Kappen, auf denen je ein Pinselbusch in luftige Höhen strebte, hatten Symbolcharakter für die ehemals Untertage schwer schuftenden Minenarbeiter.

Erik Jäger, 1. Vorsitzender der Initiative Multimedia Dortmund (IMD), sprach von der großen Ehre, so viele Gäste begrüßen zu dürfen „... Erleben Sie Deutschland als herzliches Gastgeberland und genießen Sie das Ruhrgebiet, dass wir hier auch Revier, Ruhrpott, Kohlenpott oder Pott nennen. Es ist mit rund 5,1 Millionen Einwohnern der größte Ballungsraum Deutschlands.“ Er sprach von der unglaublichen Vielfalt kultureller Ereignisse, die das Spiegelbild der Menschen sind, die sich aus der ganzen Welt in den letzten 200 Jahren hier angesiedelt haben. Einst dominierte die Montanunion mit Stahl und Kohle, heute seien nach dem Strukturwandel die vielen neuen Branchen und Betriebe kaum mehr aufzuzählen. „Nun werden Sie in dieser einen Woche die besten nichtkommerziellen Filme aus 30 UNICA-Mitgliedsländern erleben. Genießen Sie die Zeit zusammen mit ihren internationalen Filmfreunden. Ein herzliches Glückauf an Sie alle.“

Marcus Siebler, BDFA-Präsident, ging in seiner Begrüßungsrede ebenfalls auf die Bergbauvergangenheit dieser Region ein. Er sprach auch von Bob Dylan, dem amerikanischen Singer und Songwriter, der in einem seiner Lieder die düstere Geschichte eines Bergmanns voller Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und Dunkelheit zur Zeit der Weltwirtschaftskrise erzählt. „Diese Geschichte könnte sich auch hier zugetragen haben,“ sagte er. Nun seien Autoren mit ihren Filmgeschichten voller Idealismus und frei von jedem Druck aus aller Welt zu Gast an diesem geschichtsträchtigen Ort des Ruhrgebiets. „Glückauf rufen seit Jahrhunderten die Bergmänner und hoffen auf eine gute Auffahrt. Glückauf rufen wir heute der UNICA sowie dem Geburtstagskind BDFA und all unseren Partygästen zu. Man lädt zum Geburtstag nur wichtige Menschen ein, die einem auch etwas bedeuten. In diesem Sinne: Auf einen unvergesslichen World Movie Contest voller Freude und Liebe.“

UNICA-Präsident Dave Watterson wies auf die Stimmen hin, die den Menschen in dieser unserer Zeit befehlen würden zu fürchten, zu hassen, zu kämpfen und jeder Person mit einem anderen Erscheinungsbild, einer anderen Kultur, Religion, Nationalität zu misstrauen. Die UNICA mache mit dem World Movie Contest genau das Gegenteil. „Lächeln Sie die UNICA-Gäste an, sagen Sie „hallo,“ „bonjour,“ „guten Tag,“ „ban gap samnida,“ „ahoi,“ „privet,“ „dobry den.“ Danken Sie dem Initiative-Multimedia-Dortmund-Team (IMD), welches viele aufregende Events in dieser Woche für Sie geplant hat und gratulieren Sie dem BDFA zu seinem 90. Geburtstag. Nehmen Sie teil an den Seminaren und versuchen Sie während keinem der Filme einzuschlafen, außer bei ihrem eigenen. Genießen Sie diesen UNICA-Kongress!“

Der Austragungsort, die Zeche Zollern in Dortmund,
auch Schloss der Arbeit genannt, mit opulenten Giebelgebäuden und Jugendstilelementen an Backsteinfassaden, erinnerte eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage. Hier wurde von 1898 bis 1966 Kohle gefördert. Heute gilt die Zeche Zollern als eines der außergewöhnlichsten Zeugnisse für Sozial- und Kulturgeschichte der industriellen Vergangenheit des Ruhrbergbaus in Deutschland. Das gesamte Gelände der Zeche Zollern sollte einer Umgehungsstraße zum Opfer fallen. Dank einer beherzten Bürgerinitiative von Denkmalpflegern und Künstlern wurde 1969 das Gebäude der Maschinenhalle - das Herz der Zeche - unter Denkmalschutz gestellt. Der Gedanke, einem düsteren, schmutzigen Ort wie diesem eine Denkmal technische Schutzfunktion zu erteilen, war für Mitte der sechziger Jahre revolutionär. Heute ist die Zeche Zollern das(!) sozial historische Industriemuseum und kulturelle Erbe des Bergbaus im Ruhrgebiet. Als die Bergleute ihren Arbeitsplatz verloren hatten, begann das zweite Leben der Zeche Zollern als Museum und Ort der Kultur mit dem im August stattfindenden spannenden Großereignis, dem internationalen Filmfestival der UNICA, World Movie Contest 2017 genannt, zu Ehren einer runden Geburtstagsfeier: 90 Jahre BDFA. Vielleicht hat ja der ein oder andere der ca. 300 Gäste den Geist der Zeche Zollern hinaus in die Welt getragen.

Die Wettbewerbswoche
nahm ihren fulminanten Anfang und wurde quirlig, lehrreich, lustig und laut, doch es gab auch leise Töne. Sie steckte voller Überraschungen und hatte bereits am Freitagabend im Hotel Vienna House bei einer umfangreichen Fotoausstellung und einem Barbeque im Rosengarten begonnen. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Filmvorführungen und begann mit dem Eröffnungstrailer den World Movie Contest 2017. Erwartungsfroh tauchten wir in die Ansammlung brillanter Bilder ein, umso mehr, da die Wucht der Musik uns förmlich hinein sog. Er nahm uns mit auf die Reise durch Deutschland. Da hieß es: „Wir lieben unsere Städte.“ „Wir lieben unser Land,“ und nehmen Sie mit, um Ihnen alle Schönheiten, die es bei uns zu sehen gibt, zu zeigen, denn „Wir lieben Sie!“ Es begannen die Filmprogramme aus Deutschland, Rumänien, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Mazedonien, und Schweden. Danach folgte die Jurydiskussion und im Anschluss die Unterhaltungen untereinander locker, gelöst beim lebhaften und herzlichen „Get together“ im Zechenrestaurant Pferdestall. Von nun an trafen wir uns mehrmals am Tag regelmäßig hier, saßen an Bänken und Tischen auf den Wiesenflächen vor den Zechengebäuden, oder wo auch immer im Gelände, die im Schein einer untergehenden Sonne erstrahlten, überragt von zwei Fördertürmen aus vergangener Zeit. Welch ein Leckerbissen für Fotografen und Filmer! Erst wenn es dunkel wurde ließen wir uns von den Shuttlebussen in die jeweiligen Hotels zurückbringen.
So folgte der Montag, mit der Ausstellung „90 Jahre BDFA,“ mit einer Videoinstallation, die eher unterschwellig wirkte, einem Karikaturisten, der sein Know-how kostenlos anbot und einer Tombola zugunsten der UNICA-Jugendförderung im Foyer, während im großen Saal die Länderprogramme von Luxemburg, Kroatien, Polen, Frankreich, der Slowakei, Südkorea und Tunesien gezeigt und diskutiert wurde.
Der Dienstag stand ganz unter dem Motto: Tagesausflug auf den Spuren der Route Industriekultur. Die Ziele waren vielfältig, die einzelnen Gruppen nach Sprachen getrennt. In allen Bussen stieg eine Reiseleiterin zu, welche die jeweils angebotene Sprache beherrschte. Der Tag war - wie man so sagt - streng durchgetaktet. Pünktlich um 9.00 Uhr Abfahrt der Busse in Kolonne von der Zeche Zollern aus. Es begann eine Rundfahrt über den Dortmunder Hafen zum Dortmunder U, dem Zentrum für Kunst und Kreativität. 20 Minuten später Eintreffen am Hochofenwerk Phoenix-West, ein Koloss aus rostigen Rohren mit Verstrebungen aus Eisen und Stahl. Hier wurde Roheisen hergestellt, heute sind die Flächen rundum begrünt und es ist ein Naherholungs- und Erlebnisgebiet. Die Kameras standen nicht still. 10.45 Uhr Weiterfahrt zum Phoenix-See. Er wurde auf der Fläche eines ehemaligen Industriegebietes künstlich angelegt. Das Seeufer gehört zu der teuersten Wohngegend Dortmunds überhaupt. Auf einer in den See hinein gebauten Plattform stand eine Thomasbirne, ein alter Stahlkocher ca. 10 Meter hoch und wir standen staunend davor. Ein Gast: „Als Ingenieur habe ich ein Fable für marode Fassaden und alte Fabrikanlagen. Dieser Stahlkocher hier, der hat schon was! Mir hat auch die Fotoausstellung mit dem Thema Vergänglichkeit am vergangenen Freitag so gut gefallen und auch die Maschinenhalle in Zeche Zollern. Welch ein interessantes Ambiente dieser Gegend. 12.00 Uhr: Weiterfahrt zur stillgelegten Rohrmeisterei in Schwerte, dort Mittagspause. Wir saßen in einer riesigen Halle, der ehemalige Pumpstation zur Trinkwasserversorgung, heute Kulturzentrum der Stadt an der Ruhr. 15.00 Uhr – Abfahrt zur Hohensyburg auf dem Syberg. Wir standen auf der großen Aussichtsplattform mit versprochenem Panoramablick über das Ruhrtal, wenn es nicht angefangen hätte zu regnen. Über uns brummte ein Copter, der uns fotografierte. Unter Gelächter hieß es: Alle mal winken und alle winkten. Über uns thronte Kaiser Wilhelm der II: hoch zu Ross mit strengem Blick. Da das Wetter sich verschlechtert hatte, zog es uns vorzeitig den Hügel hinab und in das nahe gelegene Spielkasino.
Die Rückfahrt erfolgte über den Campus der Technischen Universität, den Technologiepark und den Signal-Iduna Park in Dortmund. Kurz nach 18.00 Uhr trafen wir im Hotel Vienna House Easy ein - ehemals Adelssitz und Rittergut aus dem 13. Jahrhundert, wo uns ein gemeinsames Abendessen, sowie Starkregen mit heftigem Gewitter erwartete.
Am Mittwoch war die Vorfreude auf den Hubschrauberflug, bei strahlendem Sonnenschein förmlich zu spüren im Saal. Eine nahe gelegene Wiese hatte der Besitzer, ein Bauer, extra für uns gemäht, nämlich einen Weg von der Straße aus hin zu einem Start- und Landeplatz. Diejenigen, die zurückkamen, strahlten. Der Flug sei sooo schön gewesen, sie bemängelten aber, „viel zu kurz.“ Derweil liefen die Länderprogramme von Belgien, der Slowakei, Tschechischen Republik, Österreich, Liechtenstein, Georgien, und der Schweiz weiter.
Der Donnerstag war zweigeteilt. Am Vormittag fanden die sechs recht unterschiedlichen Halbtagesausflüge statt. Der eine ging in den Westfalenpark, bekannt wegen seiner mehr als 3.000 verschiedenen Rosenarten. Ein Bähnchen fuhr durch das 70 Hektar große Gelände, vorbei an dem 220 Meter hohen Fernsehturm, der bestiegen werden konnte, mit grandioser Aussicht. Es gab mehrere Teiche, auch einen in dem Seerosen und Lotusblumen wachsen, was ganz besonders unsere Filmfreunde aus Südkorea entzückten. Der zweite ging zur DASA, dem 13.000 Quadratmeter großen Museum auf der Arbeitswelten des Deutschen Arbeitsschutzes bewundert werden konnten. Der dritte zum Brauerei-Museum in Dortmund, das sich einer langen und erfolgreichen Tradition der Bierherstellung rühmen kann. In den 1950er und 1960er Jahren stieg Dortmund auf zur Bierhauptstadt Europas. Der vierte Ausflug nannte sich Glaubensvielfalt am Borsigplatz, der durch drei Kirchen; eine evangelische, eine russisch-orthodoxe, und in eine Moschee führte. Es wurde ein Streifzug durch die Weltreligionen an der Gründungsstätte des BVB. Der fünfte Ausflug nannte sich Backstage Airport Security und gestattete den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens in Dortmund. Dabei wurden auch Fragen geklärt, wie: Was erlebt ein Koffer vom einchecken bis zum Transport in ein Flugzeug? Wie sieht der Alltag der Feuerwehr am Flughafen aus und wie ihr Einsatzhubschrauber „Christoph?“ Der sechste Ausflug brachte die Teilnehmer zum Signal-Iduna-Park und sie erhielten einen Einblick hinter die Kulissen des größten Fußballstadions. Sie schnupperten die Atmosphäre in den Katakomben und Mannschaftskabinen. Es ging durch den Spielertunnel bis hinaus zum Spielfeldrand von Borussia Dortmund. Ab 13.00 Uhr war dann der Treffpunkt für alle im noblen Radisson Blu Hotel zum gemeinsamen Mittagsmahl. Am Nachmittag fanden wir uns wieder in Zeche Zollern ein und es folgten die Länderprogramme; Italien, Estland, Niederlande und die Ukraine. Freitags wurden die Filme aus Russland, Bulgarien und Spanien gezeigt. Nachmittags fand ein Workshop mit dem Titel „Filmproduktion“ statt, an dem unsere jungen Besucher interessiert waren und am Abend erfreute der absolute Publikumsrenner One Minute Movie Cup das Publikum und kein Stuhl im großen Saal blieb mehr frei.
Eine Neuregelung des UNICA-Kommitees hat die seit Jahren für den Samstagvormittag anfallende öffentliche Jurydiskussion mit Preisfindung abgeschafft und sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den Freitagabend gelegt. Natürlich hat das einigen Besuchern nicht gefallen, denn die öffentliche Preisfindung am Samstagvormittag war immer als spannend empfunden worden. Diese finale interne Jurybesprechung dauerte von Freitag auf Samstag bis in die frühen Morgenstunden hinein.
So war der Samstagvormittag frei geworden für Seminare, wie das Clubleiter-Seminar (von BDFA-Mitglied Adalbert Becker) im kleinen Saal und das Seminar „Plagiate“ im großen Saal (von unserem niederländischen Filmfreund Vladimir Murtin.) Das Interesse und die Aufmerksamkeit waren groß, die Dolmetscher fleißig, obwohl diese Aktivitäten bereits um 8.30 Uhr am Morgen begannen.
Dieser letzte Tag des World Movie Contest, der Samstag, stand – wie ich im Nachhinein weiß - unter einem goldenen Stern, bedenkt man, was an diesem Tag alles zu bewältigen, zu planen, zu tun war. Da gab es nach den Seminaren die feierliche Preisverleihung am Mittag mit Fahnenübergabe am Schluss an unsere tschechischen Gäste, die 2018 die gigantische Aufgabe - den World Movie Contest auszurichten - übernommen haben. Es blieb wenig Zeit, sich für den Galaabend umzuziehen, denn die Shuttlebusse standen bereits um 15.30 Uhr für uns bereit.

Der Galaabend
Mit dem Sektglas in der Hand warteten ca. 250 erwartungsvolle Gäste im Foyer des Hotels Radisson Blu. Als sich die schweren Türen öffneten, blickten wir auf ein Meer von brennenden Kerzen auf festlich weiß gedeckten Tischen. Eine Jazzcombo, sowie zwei junge wunderschön anzusehende Musiker, die junge Hannah Brocke, deren Leidenschaft sich für die Musik schon von Kindheit an festigte, begleitet vom jungen Pianisten Eteeyen Ita, 2000 in London geboren führte uns durch den Abend. Es wurde ein großartiges Fest anlässlich des Geburtstages 90 Jahre BDFA, sowie des gelungenen World Movie Contest 2017 der sich langsam dem Ende zuneigte.
Reden wurden gehalten, BDFA Präsident Marcus Siebler sprach seine Glückwünsche dem Verband aus und wies auf die Jubiläumsfestschrift „Geschichten & Anekdoten aus 90 Jahren BDFA – von 1927 bis heute“ hin. „Sie finden in diesem Rückblick keine Statistiken und Zahlenansammlungen, keine Aufstellungen und Grafiken, sondern eigene persönliche Geschichten heiterer und nachdenklicher Natur ... von einem, der im BDFA bekannt ist wie ein bunter Hund ...“ Und er holte Manfred Riep zu sich nach vorne um ihn zu beglückwünschen und ihm mit der Goldenen Ehrennadel zu danken. „Zeitschriften wie diese sind nicht das alleinige Werk eines einzelnen,“ sagte er und sprach von der Zusatzbelastung und den vielen Überstunden beim Layout vom Referenten für Öffentlichkeitsarbeit im BDFA Hans Werner Kreidner und Tobias Kessler, Chefredakteur des Verbandsmagazin film&video.
Beide erhielten die Goldene Nadel aus seinen Händen. Lena Schaumann wurde geehrt, BDFA-Mitglied älter als der BDFA selbst. An ihrem erfolgreichen Leben hatte der BDFA großen Anteil. Lena Schaumann: „Ich danke Ihnen allen sehr. Den BDFA habe ich immer als mein Leben bezeichnet. Wichtig dabei war mir neben den Filmen immer die Geselligkeit. Aus beiden Komponenten kann man lernen. Ich habe viel gelernt. Für die Zukunft wünsche ich dem BDFA weitere erfolgreiche Jahre.“ Marcus Siebler ehrte auch den jungen Jörn Michaely,
Filmautor (Gold für seinen Film „Weißer Kragen“ bei der UNICA 2013), Student für Medienkunst an der Hochschule für Bildende Künste Saar, künftiger künstlerischer Leiter des BDFA-Bundesfilmfestivals junger Film „filmreif.“ Siebler: „Geburtstagskinder dürfen sich etwas wünschen. Vielleicht wünschen wir uns, dass einmal Realität werden kasnn, was Sie in diesem Moment vor sich sehen: Jung und alt gemeinsam mit Mut und Kreativität. Lassen Sie uns stolz unsere Geschichten weiter erzählen, selbstbewusst nach vorne sehen, mit Freude auf die Zukunft. Und nun lassen Sie sich die Torte schmecken.“
Schlusswort von Marcus Siebler:

„140 Filme aus 30 Ländern, hunderte von Besuchern, 50 Hubschrauberflüge, fünf Personen in der Jury, ein Feueralarm. Das sind nur einige Zahlen eines Events, der hoffentlich noch lange in guter Erinnerung bleibt. Was waren das für aufregende neun Tage, neun Nächte! Was war das für eine UNICA 2017! Wow! Mein Dank geht an das IMD-Team.“

Und wir vom IMD-Team sagen Danke für das Vertrauen in unsere Arbeit
Barbara Zimmermann

Fazit:
Foto (Eröffnung) von Lola Poggi-Goujon!
So, wie es Lola Poggi-Goujon, Generalsekretärin des CICT, einer Unterordnung in Sachen Film der UNESCO, bei ihrer Eröffnungsrede ausgesprochen hatte, so ist es gekommen. Es sei ihr eine große Freude, dass die UNICA ausgerechnet die Stadt Dortmund mit ihrer tausendjährigen Geschichte, ihrer industriellen und strategischen Vergangenheit ausgesucht hat, um den 79. World Movie Contest auszurichten. 1931 habe die Organisation der UNICA in Brüssel das Licht der Welt erblickt und seitdem die Meinungsfreiheit und den interkulturellen Austausch – zwei der wichtigsten Mandate der UNESCO – gefördert. „Der Zauber der dunklen Kinosäle mit den Visionen Ihrer Filmerzählungen tragen zur Freundschaft, Verständigung und Offenheit der Menschen untereinander bei. Lassen Sie gemeinsam das Kino in Zukunft leben, damit der Friede unter den Völkern lebt.“

WMC/UNICA 2018
vom 31. August bis 9. September in der Tschechischen Republik in Blansko

Text: Barbara Zimmermann,
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