Poetry Slammer toppen Weihnachtsrevue

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Besinnlich und skurril, laut und ganz leise, wie Weihnachten, sorgte Akte X-Mas im ausverkauften Henßler-Haus für die richtige Feststagsstimmung. Klassiker wie Kästner und Tucholski, Wortakrobaten wie Andy Strauß und Fritz Eckenga unterhielten die Gäste. Als Moderator schaffte Thomas Koch gekonnt gut einen weihachtlichen Rahmen, der vorlesende Schauspieler, flügelspielende Musiker und Poetry Slammer vortrefflich verband. "Nach dieser Weihnachtsrevue können sie einpacken", verprach er und hielt Wort.
Wunderschöm Paul Wallfischs und Charlotte Brandis Musikeinlagen. Genau auf den Punkt gebracht, Eckengas Einstimmung aufs Fest: "Mutti schuftet, Braten duftet, Gänsebraten steht in Flammen, Mutti bricht am Herd zusammen Wie alle Jahre wieder kämpft sier Küchenbrände nieder. Sippe satt, k.o. und froh." Von heiter bis ernst schlugen Jenny Bischoff, Claus Dieter Clausnitzer, Ulrich Schlitzer und Björn Jung den Bogen über 100 Jahre Festtagsstimmung aus Zeiten ohne Heiligabend-E-Mails und Playmobil-Ritterburg.
Weihnachten lernt das Publikum, ist die Zeit, in der das Kainsmal der Kinderlosikeit zum Ganzkörpertattoo wird. Denn der elterlichen Weihnachtsfeier könne nur der entkommne, der selbst Kinder bekommt. Katinka Buddenkotte teilte ihre Liebe zu "Drei Nüsse für Aschenputtel" und eine absurde Weihnachtsgeschichte, die sich in den 80-er Jahren um einen Videorekorder rankt, mit den begeisterten Zuschauern und Claus Dieter Clausnitzer und Jenny Bischoff lassen Virginia O-Hannens Frage nach dem Weihnachtsmann wieder aufleben.
Poetry Slammer Andy Strauß legt mit einer absurden Geschnkemission noch einen drauf, doch den trockensten Höhepunkt in der weihnachtlich verregneten City liefert Torsten Sträter mit seiner ganz eigenen Weihnachts-Geschichte. Genial. Dieser bunte Abend sollte zur schönen Vorweihnachtstradition werden.
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