"WELL,COME" - multimediale Kunstinstallation im Dortmunder Hafen

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"WELL,COME"- Wegweiser im Dortmunder Hafen
 
Die 5 Tonnen schwere Gondel ist Erikaviolett lackiert - ein nicht zu übersehender Hingucker
Dortmund: SAZ Stahlanarbeitungszentrum GmbH & Co.KG |

Anlässlich der diesjährigen Ruhrtriennale zeigt Urbane Künste Ruhr eine multimediale Kunstinstallation im Dortmunder Hafen mit dem Namen "WELL,COME". Die pinkfarbene Gondel ist begehbar und schwebt mit Passagieren unterhalb der Überdachung einer Werkshalle. Das Konzept stammt von der Künstlergruppe osa_office for subversive architecture.

Im letzten Jahr ließ Urbane Künste Ruhr die Installation "Nomanslanding" im Ruhrorter Eisenbahnbassin zu Wasser, jetzt lockt die Kunstinstallation "WELL,COME" in den Dortmunder Hafen. Die pinkfarbene Installation fällt sofort ins Auge. Laut Beschreibung ist die Stahlkonstruktion in Erikaviolett RAL 4003 lackiert und so hat sie prompt den Kosenamen "Erika" von ihren Erbauern, der Künstlergruppe osa_office for subversive architecture bekommen.

"Erika" - von osa_office for subversive architecture

Zu osa gehören Karsten Huneck, Prof. Oliver Langbein und Bernd Trümpler, allesamt Architekten, die sich diese Arbeit zwischen Architektur und Kunst als zusätzliches Sahnehäubchen gönnen. Sie beschäftigen sich mit experimenteller Raumgestaltung. Mit temporären Installationen an Gebäuden möchten sie festgefahrene Sichtweisen umkrempeln und neue Sichtweisen anstoßen. Prof. Oliver Langbein sagt dazu:„Mit unserer Arbeit möchten wir andere Sichtweisen auf bekannte oder unbekannte Orte ermöglichen. Was für eine Identität hat ein Raum denn noch außer der, für die er entworfen und die ihm zugeteilt wurde? Dieses Verändern von Sichtweisen verändert unserer Meinung nach auch die Möglichkeit, wie man mit Stadt, mit Architektur umgehen kann. Das möchte wir auch mit "WELL,COME" erreichen.“

Hafenfahrt der anderen Art

So hat osa eine 5 Meter hohe, 10 Meter lange und 5 Tonnen schwere Gondel aus Stahl, Holz und Streckmetall bauen lassen, die bis zu 15 Personen gleichzeitig aufnehmen kann. Mehr sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Diese Gondel wird angehoben und mittels einer Krankatze über das Wasser bis zum Ende des Hallendaches gefahren. Die Passagiere werden Teil der sie umgebenden Klanginstallation und sehen gleichzeitig Videoprojektionen an der Frontseite des Hallendaches. Florian Kaplick hat für die Klanginstallation einen speziellen Klang- und Sprachstrom entwickelt, eine Mischung aus Sprache und Musik. Diese unterstützt die Videoeinspielungen, auch darin geht es um Ströme, um Menschen- und Warenströme, die wiederum ihren Ausgangspunkt im Hafen finden. Katja Aßmann, künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr meint: „Wir haben uns für dieses Raumexperiment genau an diesem Ort entschieden, weil er repräsentativ für die sogenannte Globalisierung steht: Das Ruhrgebiet ist inzwischen Teil einer weltweiten Wertschöpfungskette, mehr Umschlagplatz als Produktionsort."

Konzept der Installation

Und tatsächlich wird das Konzept der Installation wie folgt beschrieben: "Die Installation widmet sich den Strömen, die um die Welt reisen: Ströme an Rohstoffen, Daten, Finanzen und Waren als auch die gewaltigen Wanderungsbewegungen, die von Kriegen und dem ökonomischen Überlebenskampf getrieben werden... Millionen und Abermillionen Güter sind global in Bewegung. Jedoch wird mehr bewegt als Kapital, Bodenschätze und Waren. Schon immer sind auch die Menschen global unterwegs. Menschen, die migrieren oder einfach reisen, solche, die Geschäfte machen, Menschen, die auf der Flucht sind. Damit ist auch das Paradoxe markiert: Wir befinden uns in Zeiten, in denen alles global unterwegs ist, und gleichzeitig beobachten wir eine Tendenz zur Abschottung."

Der Hafen ist also der passende Ort für diese Kunstaktion. Als "Heimathafen" und Gastgeber steht das Unternehmen SAZ Stahlanarbeitungszentrum GmbH & Co. KG. Da der Betrieb werktags ungehindert weiterlaufen muss, sind die Kunstfahrten mit der Gondel an den Wochenenden möglich.
Werktags geht "Erika" auf einem schwimmenden Ponton im Hafenbecken vor Anker.

Dauer: bis zum 24. September 2016

Kunstfahrten: Samstag von 10 - 20 Uhr und Sonntag von 10 - 18 Uhr

Eine Fahrt dauert mit Ein-und Ausstieg ca. 20 Minuten.
Anmeldung vorab unter www.urbanekuensteruhr.de oder
telefonisch unter 0209/60507301

Spontane Mitfahrten sind auch möglich, bitte Wartezeit einplanen.

Der Eintritt ist frei!


"WELL,COME"
SAZ Stahlanarbeitungszentrum GmbH & Co.KG
Mathiesstraße 12
44147 Dortmund

Hier einige Fotos mit Beschreibung von der ersten Präsentation:
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1 Kommentar
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 18.08.2016 | 23:24  
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