Linke & Piraten: "Weiterer REchtsruck bei AfD"

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Utz Kowalewski, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE & PIRATEN
Dortmund: Rathaus |

Utz Kowalewski, der Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, hält den erneuten Umbruch im Vorstand der AfD für einen weiteren Rechtsruck.

Bereits im vergangenen Jahr war fast der gesamte Dortmunder AfD-Vorstand aus der Partei ausgetreten, nachdem mit Petri, Gauland, Storch und Höcke die Rechtsausleger der Partei die bisherigen marktradikalen Gründungsväter Lucke und Henkel aus der Partei vertrieben hatten. Den daraus resultierenden Rechtsruck wollten die Dortmunder AfD-Vorstandsmitglieder 2015 nicht mehr mitmachen und traten nahezu geschlossen aus der Partei aus.

Nicht so die Dortmunder Ratsfraktion der AfD: Deren drei Vertreter übernahmen nach dem Rutsch ins rechte Lager sogar in der Folge wichtige Positionen im neuen Kreisvorstand. Und nur ein Jahr später, im Oktober 2016, gab es einen erneuten Austausch der Führungskräfte – nun ist Patrick Wilke der neue Führer des Kreisverbandes.

Wilke hatte bereits schon früher auf sich aufmerksam gemacht. In Antifa-Kreisen ist er bekannt wegen seiner ausgeprägten Gewaltbereitschaft.
So soll Wilke laut Medienberichten im Februar im Mainzer Wahlkampf als Helfer aufgetreten sein und eine Antifaschistin mit Pfefferspray angegriffen haben. Wilke versuchte im Nachgang eine Berichterstattung über den Vorgang zu verhindern und unterlag dabei am 8. Juli diesen Jahres vor dem Landgericht in Mainz.

Nur wenige Tage später soll Wilke dann am 16. Juli erneut zwei Antifaschistinnen im Rahmen der Gegenproteste gegen den Bundeskongress der Jungen Alternative im Rheintal-Kongress-Zentrum in Bingen am Rhein angegriffen haben. Das Binger Krankenhaus diagnostizierte im Anschluss an den Vorfall Rippen- und Handgelenkprellungen bei den beiden Angegriffenen.

„Ob angesichts des erneuten Personalaustausches die Radikalisierungstendenzen der AfD-Ratsfraktion noch zunehmen werden bleibt abzuwarten. Argumentativ bewegen sich die AfD-Vertreter ohnehin bei ihrem Hauptthema auf einer Linie mit den Vertretern von NPD und Rechten. Derzeit wird ja wegen der räumlichen Nähe zu unserer Fraktion ohnehin bereits ein Sicherheitsdienst im Ratssaal eingesetzt, um Attacken der Rechtsaußenmitglieder des Rates auf unsere antifaschistisch geprägten Fraktionsmitglieder zu verhindern“, erläutert Utz Kowalewski.
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