Offene Sprechstunde bei der Schuldnerberatung

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Wenn das Geld nicht zum Leben reicht: Überschuldung kann jeden treffen. (Foto: Archiv)
Rund 70.000 Menschen in Dortmund wachsen die Schulden über den Kopf. Das sind etwa 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, Tendenz steigend. Doch nur einem kleinen Teil von ihnen kann in einer anerkannten, gemeinnützigen Beratungsstelle geholfen werden. „Es ist höchste Zeit, das Beratungsangebot bedarfsgerecht auszubauen“, forderte Alexander Elbers von der Schuldnerberatung anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung.

Überschuldung kann jeden treffen. Hauptursachen sind Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommen, Erkrankung und Scheidung. „Weil das Geld oft nicht mehr für die in den letzten Jahren exorbitant gestiegenen Wohnkosten reicht, drohen Stromsperren und Obdachlosigkeit. Erwerbstätige können wegen der Überschuldung ihre Arbeit verlieren, Arbeitslose keine neue Stelle finden. In Familien leiden die Kinder unter der Armutslage ihrer überschuldeten Eltern“, erläutert Gabriele Guth, Schuldnerberaterin bei der Schuldnerberatung Dortmund: „Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, muss die Schuldnerberatung für alle Überschuldeten zugänglich sein. Überschuldete brauchen einen offenen Zugang zu einer qualifizierten Beratung und Begleitung.“

Ihre Kollegin Inge Vallina weist darauf hin, dass sich Schuldnerberatung auch rechnet: „Ein Euro für die Schuldnerberatung ergibt nach vorsichtiger Schätzung mindestens zwei Euro eingesparte öffentliche Leistungen und Folgekosten.“ Zu erklären ist dies mit der präventiven Wirkung der Schuldnerberatung. Sie stabilisiert die gesundheitlichen, persönlichen und familiären Lebensumstände. Die Schuldner finden leichter einen Arbeitsplatz und motivierter einen Arbeitsplatz, für die öffentliche Hand fallen weniger Kosten an und die Gläubiger werden miteinbezogen und können befriedigt werden. Dies führt zu geringeren Krankheitskosten, Vermeidung von Hartz IV und Sozialhilfe bis hin zu Einsparungen bei Jugendhilfeleistungen.

Die Schuldnerberatung Dortmund bietet deshalb eine offene Sprechstunde für alle Ratsuchenden am 22. Juni von 14.30 bis 17.30 Uhr in der Beratungsstelle am Ostenhellweg 42 – 48 (Eingang Moritzgasse).
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