Morde sind ihr Hobby // Anne-Kathrin Koppetsch las in Brackel aus ihren Krimis

Anzeige
Anne-Kathrin Koppetsch las in Brackels altehrwürdiger Kirche am Hellweg aus ihren 60er-Jahre Dortmund-Krimis um die junge Pastorin und Ermittlerin Martha Gerlach. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Kirche am Hellweg | VON TOBIAS WESKAMP

Mit Paulchen Panther ging es los: Die berühmte „Pink Panther“-Melodie ertönte als Einleitung zur Krimi-Lesung mit Anne-Kathrin Koppetsch und Karin Hatzel, die mit ihrem Saxophon für den passenden Soundtrack sorgte.

„Kohlenstaub“ und „Tod im Stahlwerk“ standen auf dem Programm der eineinhalbstündigen Lesung in der evangelischen Kirche am Brackeler Hellweg.
Mit den Krimis rund um die junge Pastorin Martha Gerlach ging es in das Dortmund der 60er-Jahre.

Etwa 20 Besucher hatten in der Kirche am Brackeler Hellweg Gelegenheit, einen Einblick in die Romane zu erhalten. Da Anne-Kathrin Koppetsch selbst Theologin ist - sie arbeitet in der Miriam-Gemeinde im Dortmunder Westen -, kennt sie sich mit dem Hintergrund der Bücher gut aus, wie sie auf Nachfrage erklärte. Das Pfarrhaus der (fiktiven) Pastorin Gerlach existiert wirklich und liegt gegenüber vom Westpark, wie die Autorin erläuterte, wenn auch mittlerweile mit anderer Nutzung.

Auf die Frage aus dem Publikum „Wie entwickelten Sie die Geschichten?“ erzählte Anne-Kathrin Koppetsch, dass sie durch Gespräche mit Renate Krull (2015 mit 89 Jahren verstorben), die 1965 als erste Pastorin in eine Dortmunder Gemeinde gewählt worden war, zu dem Thema angeregt wurde. Sie verriet auch, dass der dritte Band eigentlich in den 70ern spielen sollte, der Verlag sie aber bat, ihn auch in den 60ern anzusiedeln.

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett


In den Lesepausen führte Alt-Saxophonistin Karin Hatzel das Publikum unter anderem mit „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ (1962) von Bill Ramsey oder „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ (1968) von den Beatles in die Handlungszeit der Romane. Aber auch das in „Kohlenstaub“ erwähnte „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ der Schlagersängerin Gitte Hænning von 1963 half den Gästen, in die damalige Zeit einzutauchen.

Die Besucher spendeten während der Lesung eifrig Beifall. Ein Zeitzeuge erinnerte sich, dass es in den 50ern und 60ern viele Unfälle in Stahlwerken gegeben habe und auf der Westfalenhütte, dem Schauplatz des Mordes in „Tod im Stahlwerk“, wirklich ein Mensch totgefahren wurde.

Am Stand der Brackeler Buchhandlung Niehörster konnten sich die Besucher zum Weiterlesen mit den drei Romanen um Martha Gerlach versorgen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.