So gelingt jungen Flüchtlingen der Einstieg in Ausbildung

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Sie machten sich vor Ort ein Bild (v.li.): ): vl. Sandra Happe (Berufsberaterin Integration Point), Astrid Neese (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit), Regine Kreickmann (Bereichsleiterin U25 Jobcenter), Berthold Schröder(Präsident Handwerkskammer Dortmund), Ferdinand Kocher (Fa. Kocher GmbH & Co. KG), Reimund Becker (Vorstand Regionen Bundesagentur für Arbeit), Thomas Kocher (Fa. Kocher GmbH & Co. KG) und Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer Jobcenter Dortmund). (Foto: Foto: Michael Schneider/Jobcenter Dortmund)

Über den Verlauf des Projektes „Handwerkliche Ausbildung für 100 Flüchtlinge“ informierte sich Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit, direkt vor Ort. Die Kocher GmbH & Co.KG, ein Dortmunder Elektrotechnik Unternehmen, hat zwei Projektteilnehmer in Ausbildung übernommen und berichtet über die Erfahrungen mit den geflüchteten Menschen, die so auf dem Ausbildungsmarkt Fuß fassen konnten.

Integration durch Ausbildung. Mit dieser Zielvorgabe startete im März dieses Jahres das Gemeinschaftsprojekt der Handwerkskammer Dortmund unter anderem unterstützt und gefördert durch die Agentur für Arbeit Dortmund, das Jobcenter Dortmund und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Gemeinsames Anliegen war es, jugendliche geflüchtete Menschen in fünf Monaten in betriebliche Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung zu vermitteln.
Über 100 geflüchtete junge Menschen starteten in das Projekt, in dem sie in Modulen sukzessive auf eine duale Ausbildung im Handwerk vorbereitet und dann vermittelt wurden. Neben berufsbezogenem Sprachunterricht, der Vermittlung handwerklicher Basiskenntnisse sowie interkultureller Lerninhalte konnten die Teilnehmer in einem dreiwöchigen Werkstatttraining ihre Neigungen und Talente entfalten.

Gute Bilanz

Mit Erfolg: Knapp 70 Teilnehmer absolvieren das Seminar erfolgreich. 60 jungen Menschen konnten konkrete Angebote gemacht werden. Davon sind 33 direkt in eine Ausbildung vermittelt worden und 25 geflüchtete Menschen haben die Möglichkeit über eine Einstiegsqualifizierung in Ausbildung zu kommen.
„Ein gelungenes Projekt, das wir gern wiederholen möchten. Im Verlauf sind wir auf einige Herausforderungen gestoßen, die uns aber nur bestätigt haben, wie wichtig eine solide Vorqualifizierung ist. Schlüssel zum Erfolg war das gute Zusammenspiel aller Partner und die große Bereitschaft der Betriebe, Geflüchtete in Praktika zu nehmen, denn hier konnten die Teilnehmer durch ihr hohes Engagement überzeugen. Sie haben jetzt die Chance, einen guten Start im Handwerk hinzulegen. Ich bin überzeugt, dass die Meisten sie auch nutzen werden", so Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund.
Das bestätigt auch Thomas Kocher, Geschäftsführer und Inhaber Werner Kocher GmbH & Co.KG. „Die bisherigen Erfahrungen mit unseren zwei neuen Auszubildenden sind durchweg positiv. Beide sind hochmotiviert und lernen die Sprache schneller, als ich es umgekehrt könnte. Als Unternehmer halte ich es für wichtig und notwendig, den geflüchteten Menschen eine Chance zu geben, damit sie in das Berufsleben integriert werden können. Im Wettbewerb um Auszubildende lohnt es sich, neue Wege zu gehen – das Potenzial, das diese jungen Menschen mitbringen, sollte nicht verpuffen", so Kocher.
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