Markenware, aber zackig - Briefmarken für Bethel

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Die offizielle Briefmarken-Sammelbox (Foto: Bethel)
Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, eine der größten diakonischen Einrichtungen Europas, beschäftigt in der Briefmarkenstelle Bethel seit über hundert Jahren Menschen mit Behinderung. 125 finden hier aktuell eine sinnvolle Tätigkeit. Alle arbeiten nach ihren individuellen, manchmal stark eingeschränkten Möglichkeiten. Doch Arbeit bedeutet für sie, den Tag zu gestalten, Geld zu verdienen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu zeigen, was sie können. Sie bereiten Marken aus aller Welt auf, sortieren und packen sie in Tüten und Päckchen und verkaufen sie an Sammler.

Briefmarken - ob deutsche oder ausländische, gestempelte oder ungestempelte, ganz gleich, ob sie auf Postkarten und Briefumschlägen kleben oder ausgeschnitten sind - können Sie im "zentrum plus", Calvinstr. 14 an der Infotheke des Joachim-Neander-Hauses und an der Infotheke des zentrum plus im Netzwerk in Benrath abgeben.

Hinweis: Beim Ausschneiden sollte ein Rand von einem Zentimeter verbleiben, um die Marke nicht zu beschädigen.

Die erste Briefmarke wurde 1840 in England verkauft. Die kleinen zackigen Briefaufkleber weckten bald das Interesse vieler Menschen, nicht bloß zum Frankieren der Post. Eine Sammelleidenschaft brach aus und legte damit den Grundstein für die Einrichtung einer Briefmarkenstelle in Bethel.

Die Idee der Briefmarkenstelle geht in Bethel auf Friedrich von Bodelschwingh zurück. Zu ihrer Anfangszeit gibt es nur wenige Informationen. Es ist davon auszugehen, dass schon vor 1888 Briefmarken in Bethel gesammelt worden sind. Da aus dieser Zeit allerdings nichts bekannt ist, hat man das erste erhaltene Dokument über die Briefmarkenstelle, einen Schriftwechsel, zum Anlass genommen, das Jahr 1888 als Gründungsjahr der Briefmarkenstelle Bethel festzulegen. Der Schriftwechsel verhieß allerdings nichts Gutes: Der neue Leiter der Einrichtung Oscar Boljahn beklagte sich über den traurigen Zustand der Briefmarkenstelle.

Bei der Übernahme des Geschäftes hatte er festgestellt, dass Aufträge von seinem Vorgänger nicht bearbeitet wurden und der Markenvorrat zu klein war, um damit die hohe Nachfrage zu decken. Aber Oscar Boljahn ließ sich nicht entmutigen und bewies Geschäftstüchtigkeit. Er überlegte sich Wege, wie er durch Bittbriefe Markenspender und durch Inserate Kunden bekommen könnte. Der Erfolg gab ihm recht: Bereits ein halbes Jahr später schrieb Oscar Boljahn in einem Jahresrückblick, dass die Zahl der Briefmarken-Abnehmer gestiegen sei. Es war ihm gelungen, genügend Markenvorrat anzulegen und neue Sammler zu gewinnen: Von Juni bis Dezember 1888 wurden in 369 Sendungen 18.262 Briefmarken an 232 Personen und außerdem 147 Kilogramm Marken an sechs Sammler verkauft. (Quelle: Bethel)

Die erste aufklebbare Briefmarke wurde ab dem 1. Mai 1840 nach den Vorschlägen von Rowland Hill im Vereinigten Königreich herausgegeben und ab dem 6. Mai 1840 frankaturgültig.Der Wert zu einem Penny wird in Sammlerkreisen als One Penny Black bezeichnet.
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