Frachtschiff im Rhein auf Grund gelaufen

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Foto: Feuerwehr
Düsseldorf: Am Rhein |

Ein Frachtschiff ist am Dienstagmittag im Rhein auf Grund gelaufen. Seit 12.40 Uhr ist die Düsseldorfer Feuerwehr unterhalb der Rheinkniebrücke im Einsatz.

Der mit Kohle beladene Frachter ist im vorderen Teil beschädigt und es dringt Rheinwasser in einen Technikraum des Schiffes. Die eigenen Notfallpumpen laufen und halten das Schiff. Die Feuerwehr sichert die Einsatzstelle und berät derzeit
weitere notwendige Aktionen mit Umweltamt, Wasser- und Schifffahrsamt und dem Eigner des Frachtschiffes. Aktuell ist ein "Abschleppen" in den Hafen geplant. Das Unglück forderte bisher keine Verletzten.

Das Wasserschifffahrtsamt benachrichtigte die Leitstelle der Feuerwehr über ein auf Grund gelaufene Frachtschiff, unterhalb der Rheinkniebrücke. Ein Löschzug, die Tauchereinheit, der Führungsdienst der Branddirektion, Feuerlöschboot und das schnelle Rettungsboot sowie Rettungsdiensteinheiten eilten zur Einsatzstelle. Die
Landeskräfte fuhren über die Kirmeswiesen unter die Brücke. Das schnelle Rettungsboot legte als erste Einheit beim Havaristen an, sodass die Einsatzkräfte sich ein Lagebild verschafften.

Derzeit dringt noch Wasser im Bug, im vorderen Teil des Schiffes, in einen Technikraum. Die Laderäume sind vom eindringenden Wasser nicht betroffen. Die Besatzung des Frachters setze zugleich eigene Tauchpumpen ein, womit es gelingt den jetzigen Wasserstand zu halten. Die Feuerwehr hat zusätzlich Pumpen vorbereitet und aufs Schiff gebracht. Momentan stimmt der Feuerwehreinsatzleiter noch weitere Aktionen mit Fachleuten vom Umweltamt, dem Wasser- und
Schifffahrtsamt und dem Eigner ab.

Die Rheinschifffahrt ist durch das Ereignis nicht eingeschränkt, andere Schiffe können die Gefahrenstelle passieren. Das Feuerlöschboot sowie die Wasserschutzpolizei sichern die Einsatzstelle ab. Auch die Feuerwehrtaucher bleiben weiter auf "stand-by" - der Einsatzleiter möchte auf Veränderungen vorbereitet
sein. Sollte der Wassereinbruch zunehmen, können seitens der Einsatzkräfte große Pumpen eingesetzt werden.

Die Feuerwehreinheiten, alarmiert waren rund 30 Kräfte, wurden reduziert, da sich die Lage als stabil bewertet lässt. Für 16 Uhr ist ein "Einschleppen" des Havaristen geplant. Ein weiteres Schiff wird dazu längsseits am Havaristen festmachen und den beschädigten Frachter in den Hafen schleppen. Die Feuerwehr und die weiteren
Fachleute sind weiter vor Ort. Die Ursache der Havarie ist derzeit noch unklar und wird von den Fachleuten im Nachgang ermittelt.
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