E-Handwerk und Stadtwerke planen Smart-Home-Projekt

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Innungs-Obermeister Georg Eickholt, Kammerpräsident Andreas Ehlert und Uwe Isenbügel zeigen Smart-Home-Anwendungen.

Die Handwerkskammer und die Elektro-Innung Düsseldorf zeigten Mitte März im Vorzeigebetrieb von Innungs-Obermeister Georg Eickholt innovative Anwendungen in der Haus- und Gebäudetechnik.

Kammerpräsident Andreas Ehlert sieht in der Digitalisierung große Chancen und neue Märkte für das Handwerk. Nicht nur in der Haustechnik, sondern auch in den Gesundheitshandwerken ergäben sich ganz neue Möglichkeiten. „Die ersten Zahntechniker und Orthopädietechniker fertigen Prothesen im 3-D-Druck“, nannte Ehlert beispielhaft. Ein weiteres Feld sind E-Mobilität und Verkehrslenkung durch intelligente Ampeln. Die Düsseldorfer Elektro- und Informationstechnikunternehmer Georg Eickholt und Uwe Isenbügel gehören zu den eifrigen Förderern des Smart-Home-Konzepts, der Hausautomation. Alle Services im Smart Home lassen sich heute bereits über das Smartphone abrufen und bedienen.
Am Beispiel eines Teslas zeigte die Innung, wie sich vom vernetzten E-Auto aus Licht und Heizung oder Küchengeräte steuern lassen. Uwe Isenbügel hält als Inhaber der Firma IC Industrielle Computertechnik mehrere Patente. Er hat jüngst ein Sensor-Schalterkonzept für das Smart Home designt. Die Neuerung geht zurück auf einen Entwicklungsauftrag für sensorgetriebene Türtaster zum Öffnen der Türen der Schnellzüge der Serie ICE 3. Der Tastfeldsensor wurde unter anderem für Senioren verbessert. Uwe Isenbügel bezifferte die Kosten für die Nachrüstung eines Schalters auf rund 100 Euro plus der Zeit für die Programmierung.

Gemeinsam mit den Stadtwerken entwickelt die Elektro-Innung derzeit ein Angebot zur Nachrüstung von Häusern und Wohnungen mit digitaler Technik. „Es ist unbegreiflich, dass in Düsseldorf Luxuswohnungen ohne Smart-Home-Vorrüstung gebaut werden“, erklärte Obermeister Georg Eickholt. Er nannte die Kooperation mit den Stadtwerken ein Leuchtturm-Projekt, von dem der Verbraucher durch auf ihn zugeschnittene Lösungen profitieren werde. So könne er sich etwa vorstellen, dass zur Einbruchssicherung zeitlich begrenzt Überwachungssysteme gemietet werden könnten. Gerade für große Bauträger sei eine kostengünstige Nachrüstung über drahtlose Steuerungen möglich.
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