Meisterfeier in der Stadthalle

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Die 17 Jahresbesten erhielten ihren Meisterbrief auf der Bühne. (Foto: Wilfried Meyer)
Düsseldorf: Stadthalle Düsseldorf |

In der Stadthalle erhielten am Sonntag (31.05.2015, 11 Uhr) 950 Jungmeister ihren Meisterbrief. Meisterberuf Nummer eins ist dabei in diesem Jahr der Kfz-Technikmeister, gefolgt vom Friseurhandwerk und den Installateur- und Heizungsbaumeistern. Kanzleramtsminister Peter Altmaier war diesmal der Festredner auf der 66. Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf, zu der 3.000 Teilnehmer kamen.

Die Meisterfeier zeigte in diesem Jahr erstmals die neue Handschrift des Kammerpräsidenten, der nach dem Tod von Wolfgang Schulhoff im vergangenen Jahr an die Kammerspitze gewählt wurde. Der musikalische Teil mit dem Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchesters statt der Big Band kam bei den jungen Meisterinnen und Meister, deren Ehrentag dies ist, sehr gut an. Mit dem Stück "Ein Hoch auf uns" sorgte die Band zu Beginn für die richtige Einstimmung.
Kammerpräsident Andreas Ehlert nutzte natürlich die Gelegenheit, der Politik die Leviten zu lesen. Weniger Bürokratie, weniger Regulierung, mehr Freiheit wünschte er sich von der Bundesregierung in Berlin. Oberbürgermeister Thomas Geisel ernannte er zum "Jungmeister": "Als Oberbürgermeister sind sie ja auch ein Meister, und da ihre Wahl ja fast auf den Tag genau ein Jahr zurück liegt, sind auch Sie quasi ein Jungmeister." Oberbürgermeister Geisel sah eine große Übereinstimmung zwischen dem Handwerk und der Stadtspitze. "In kurzer Zeit haben wir einen guten Draht entwickelt", stellte Geisel fest, der verriet, dass sein Großvater Präsident der Handwerkskammer Reutlingen war.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier versicherte, dass die Bundesregierung den Meisterbrief gegen andere Bestrebungen der EU verteidigen werde. Für die Zukunft sah er zwei Herausforderungen: die Digitalisierung und die Energiewende. Die gesetzliche Umsetzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Kosten für die energetische Gebäudesanierung scheitere derzeit nur an der Blockadepolitik der Länder.

Die Handwerkskammer wirbt weiter für den Meisterbrief. Allein in unserer Region benötigen in den nächsten sechs Jahren 9000 Handwerksbetriebe einen Nachfolger. Beste Chancen für Gründer im Handwerk.
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