Polin für Opa

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Buchcover Westendverlag (Foto: Westendverlag)
Düsseldorf: Landtag NRW |

oder „Damit es Oma gutgeht.“
Pflege-Ausbeutung in den eigenen vier Wänden von Bernhard Emunds

Ab dem 1.1.2017 gilt ein neuer Pflegebegriff. Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegruppen. Weiterhin gilt ambulant vor stationär. 71% werden zu Hause gepflegt. Notstand und kein Ende!?

Wird ein Familienmitglied zum Pflegefall, bedeutet dies eine Flut von Aufgaben und Problemen. Die Last der Pflege liegt in Deutschland gewollt auf der Familie. Je länger die Pflege dauert, desto mehr wird es für die Betroffenen weiter zunehmend zur menschlichen Katastrophe. Angesichts der Schreckensmeldungen aus den Medien beschließen betroffene Familien ge- und verstärkt, „holen wir doch ´ne Polin zur 24 Stundenpflege ins Haus“. Dies scheint oft eine praktikable Lösung. Doch wie fair sind die Arbeits- und Wohnbedingungen?

Wer sich nicht dem Vorwurf der Verantwortungslosigkeit, trotz eigenem Leidensdrucks, aussetzen will, kommt am Buch nicht vorbei. Die Bedingungen aus der Sicht der abhängigen Beziehung zwischen den „zu Pflegenden“ und der "Pflege"kraft, als moderne Haushaltsdienerin, werden beleuchtet.

Bernhard Emunds gibt Entscheidungshilfen auch in der notwendigen Vertragsgestaltung, prangert daneben das System an, in dem die Pflege älterer Menschen in ein illegales, aber von der Politik geduldetes Modell abdriftet, und zeigt mögliche Auswege aus der Pflegemisere auf.

Dem Leser wird klar: es ist ein gesellschaftliches Problem, kein Problem des Einzelnen.

Die Leseprobe enthält neben der Einleitung die Inhaltsangabe.

Das Buch mit ca. 208 Seiten ist im Westendverlag Frankfurt unter ISBN-978-3-86489-129-8erschienen. Und ist auch direkt als Ebook im Download erhältlich.
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2 Kommentare
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 10.04.2016 | 16:30  
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 10.04.2016 | 17:58  
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