Nachbarn retten Vater und Tochter aus brennender Wohnung

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Am frühen Freitagabend kam es zu einem Küchenbrand im 1. Obergeschoss einer Wohnung auf der Steubenstraße in Reisholz. Bevor die Feuerwehr eintraf, hatten Nachbarn den 70-jährigen Mieter und seine behinderte Tochter schon auf die Straße in Sicherheit gebracht. Sie wurden mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Benrath gefahren.

Gegen 18.45 Uhr erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf der Anruf des Mitbewohners eines Mehrfamilienhauses auf der Steubenstraße , der das Piepen der Rauchmelder aus der Nachbarwohnung gehört hatte. Als die Löscheinheiten der Feuerwachen Werstener Feld und Frankfurter Straße sowie weitere Unterstützung durch die freiwillige Feuerwehr Garath nach sechs Minuten am Einsatzort eintrafen, hatten die Nachbarn den Mieter und seine 40 Jahre alte und behinderte Tochter bereits aus der Wohnung gerettet. Sie wurden sofort von den Rettungsassistenten des mitalarmierten Rettungswagens behandelt.

Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass beide zu viel giftigen Brandrauch eingeatmet hatten. Sie wurden zur weiteren Behandlung ins Benrather Krankenhaus gefahren. Ein Atemschutztrupp ging mit einem Löschrohr in die verrauchte Wohnung und fand eine brennende Küchenzeile vor, die zügig abgelöscht werden konnte. Ein zweiter Trupp suchte die Wohnung nach weiteren Personen oder Tieren ab. Mit einer Wärmebildkamera wurden später Glutnester aufgesucht und abgelöscht. Routinemäßig kam noch ein Hochleistungslüfter zum Einsatz, der den beißenden Qualm aus der Wohnung drückte.

Aufgrund der starken Zerstörung war eine augenscheinliche Brandursache nicht festzustellen. Die Polizei hat die Einsatzstelle übernommen und wird die Brandursachenermittlung übernehmen. Da die komplette Wohnung durch den rußigen Rauch betroffen ist, liegt der Schaden bei etwa 25.000 Euro. Die 26 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen konnten nach
einer Stunde wieder die Wachen anfahren.
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