Dr. Dr. Marc Aurel Busche erhält Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative

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Dr. Dr. Marc Aurel Busche
Der Münchner Alzheimer-Forscher Dr. Dr. Marc Aurel Busche wird mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) geehrt. Der Kurt Kaufmann-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die AFI zeichnet damit die Arbeit von Dr. Dr. Busche auf dem Gebiet der Erforschung von langsamen Schlafwellen (englisch: slow oscillations) aus. Der Wissenschaftler von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und dem Institut für Neurowissenschaften der Technischen Universität München arbeitet daran, diese für Diagnose und Therapie der Alzheimer-Krankheit nutzbar zu machen.

„Die Forschung von Dr. Dr. Marc Aurel Busche schlägt eine Brücke von der Grundlagenforschung zu therapeutischen Ansätzen. Der Preisträger hat in der jüngeren Vergangenheit hochrangig publiziert und seine Arbeiten haben im Feld sehr große Aufmerksamkeit erhalten“, sagt Prof. Dr. Thomas Arendt, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Alzheimer Forschung Initiative.

Bei Menschen mit Alzheimer kommt es bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung zu einer Störung der langsamen Schlafwellen während der Tiefschlafphase. Gerade die Tiefschlafphase spielt aber eine zentrale Rolle bei der Gedächtnisbildung. Busche und sein Team konnten die Störung der Schlafwellen durch die Verabreichung von bestimmten Wirkstoffen bereits bei Mäusen beheben. Nun werden die langsamen Schlafwellen von Alzheimer-Patienten mittels EEG (Elektroenzephalografie) untersucht und mit denen von gesunden Probanden verglichen. Anschließend wird geprüft, ob verschiedene Wirkstoffe die Störung der Schlafwellen auch beim Menschen beseitigen können.

Der Kurt Kaufmann-Preis ist in diesem Jahr dem Thema „Pathophysiologische Mechanismen der Alzheimer-Krankheit“ gewidmet. Die thematische Ausrichtung dient dazu, Impulse zu geben und das Forschungsgebiet weiter zu fördern.

Der Namensgeber des Preises, Kurt Kaufmann, war an Alzheimer erkrankt. Seine Ehefrau Gertrud Maria Kaufmann hatte die AFI in ihrem Testament bedacht, um die Alzheimer-Forschung zu unterstützen und zugleich ihres Mannes zu gedenken. Dies geschieht in Form des Kurt Kaufmann-Preises.
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