Breuckmann in Salvator.

Anzeige
"ZWISCHEN NORDKURVE UND SÜDTRIBÜNE – ZUHAUSE IM REVIER" ist die Kanzelrede von Sportjournalist und Moderator Manfred "Manni" Breuckmann in der Salvatorkirche überschrieben.

"Moderator, Fußballreporter und Buchautor Manni Breuckmann spricht von der Kanzel der Duisburg Salvatorkirche – passend zum Thema der 36. Duisburger Akzente – über das Thema Heimat. In einem Interview sagte er: „Die Menschen ticken so wie ich, Ruhrgebiet ist deswegen für mich Heimat, obwohl ich schon lange in Düsseldorf wohne. Der Ruhri ist häufig direkt, nicht ‘hintenrum’, viele haben den Schalk im Nacken – manche den ‘Schalke’! –, es gibt überdurchschnittliches Interesse an Fußball und jede Menge höherklassiger Vereine, also ein Biotop, in dem ich mich besonders wohl fühle. Das Wichtigste: Der durchschnittliche Revierbürger steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er hat nicht vergessen, dass in seiner Heimat immer hart gearbeitet werden musste.“

Das Format der Kanzelrede, eingeführt anlässlich des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“, hatte bereits 2010 durch Prominente wie Fritz Pleitgen, Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz, Fernsehjournalist Ruprecht Eser oder Charlotte Knobloch großen Zuspruch erfahren. Auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche standen außerdem Prominente wie NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider, Prof. Dr. Udo Di Fabio oder NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann und sprachen als theologische Laien über Gott und die Welt," stellt der Begleittext Format und Kanzelrede vor.

Der fußballbezogene Teil ist mir persönlich zu schwach weil oberflächlich geraten. Welche Bedeutung hat Fußball für das Ruhrgebiet? Gerade ein ausgesprochener Schalke-Fan wie Breuckmann hätte dichter und intensiver darüber sprechen können, nein, sogar müssen, wie identitätsstiftend Fußball für das Revier und den Niederrhein ist - von Borussia Dortmund über Hamborn 07 und den MSV bis zur Borussia in Mönchengladbach.

Was hat Fußball mit Religion zu tun? Nicht nur den sprichwörtlichen Fußball-Gott. Auch Kameradschaft, Teamgeist, Fairness, Geldsucht, Familienfreundlichkeit (hinsichtlich der Spielplangestaltung --> Spielbeginn Uhrzeit), Nachwuchsförderung, die Frage, wie regional und international eine Mannschaft zusammengesetzt sein sollte, die soziale Verantwortung reicher Sportvereine und die Gewalt in den Stadien hätte genauer behandelt werden können.

Breuckmann wird erst gut, wenn er aus eigener Praxis und Nachbarschaft in Düsseldorf heraus erzählt, wie Integration von Zuwanderern gelingen kann.





0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.